Titel: Art & Pop & Crossover , 1996

Art-&-Pop-Crossovers (I)

Es gab schon immer Künstler, die Beziehungen zur Pop-Kultur, und Musiker, die Beziehungen zur Kunst hatten (Sonic Youth, Black Flag). Und natürlich gab und gibt es die Malcolm McLarens, Laurie Andersons, Andy Warhols, Mike Kelleys dieser Welt. Wie sehen in den neunziger Jahren die Schnittstellen aus, die mehr sein wollen als ein „Anything goes“ aus beidem? Folgt auf den Crossover der Gattungen die Transidentität der Künstler? Ausgehend von der virulenten Szene in L. A. werfen die nachfolgenden Porträts und Interviews ein Schlaglicht auf die Klassiker wie auch auf die aktuelle Situation (mit Fortsetzung im nächsten Heft). Das amerikanische Urgestein Don van Vliet alias Captain Beefheart zählt zur großen Anzahl „malender Musiker“, die seit den sechziger Jahren – vor allem in England – von sich reden machten. Die bekanntesten sind vielleicht die Beatles, vor allem der verstorbene John Lennon, aber zu nennen sind auch Musiker wie David Bowie (siehe Abbildung unten), Kevin Coyne, Bob Dylan, Ron Wood, Walter Dahn (siehe Interview im nächsten Heft) oder Wolfgang Niedecken. Eine bemerkenswerte Symbiose von Malerei, Musik und anderen Kunstformen ergab sich ebenso in der Ergänzung von Pop-Musik und Pop-Art. Als vermutlich bekanntestes Beispiel ist die Zusammenarbeit von Andy Warhol und den Velvet Underground zu nennen. Über derartige und andersartige Symbiosen geben der Künstler Raymond Pettibon, die Malerin Jutta Koether, der Maler und Musiker Luigi Archetti und der Musiker und Objektkünstler Christian Marclay Auskunft.

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von Paolo Bianchi

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