1.Teil
DER REGENBOGEN
Dieses Sachwörterlexikon wird in unregelmäßiger Folge um weitere Materialsammlungen in ähnlicher Form im KUNSTFORUM erweitert und vervollständigt. Das Thema ‚Regenbogen‘ soll übrigens auch ein Teil der Ausstellung ‚Kunst und Reproduktion‘ sein, die Tilmann Osterwold in diesem Herbst im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart zeigt.
„‚Alles läßt sich mit dem Regenbogen der Sätze sagen‘: Diese Maxime von Xavier Forneret muß ich, glaube ich, unterschreiben, und das heißt, daß man mit der Betrachtung des Regenbogens nicht warten sollte“, schreibt André Breton („Der Surrealismus und die Malerei“, 1928), auch wenn, meine ich, eine Material-Sammlung wie diese (als erstes Stichwort zu einem „Sachwörterbuch zur modernen Kunst“) nur Facetton zu einem in der Tat schillernden Thema fassen und nicht so „farbig“ sein kann wie der flüchtige Gegenstand, den sie einzufangen versucht. Aber: „Die Buchstaben, mit denen wir über Rosen schreiben, brauchen nicht rot zu sein, und wir können einen Regenbogen mit Schriftzügen in schwarzer Tinte auf weißem Papier beschreiben. Lehrbücher sind mit Strichätzungen und Autotypien bebildert; und diese nichtfarbigen Abbildungen und schematischen Zeichnungen erfüllen durchaus ihren Zweck“ (Aldous Huxley, „Himmel und Hölle“, 1956).
So kurz die Zeit auch sein mag, in der das Natur-Schauspiel eines Regenbogens am Himmel sich aufführt, so dauerhaft ist seine Präsenz in Mythologie und Kunst – strahlende Schönheit, Unnahbarkeit, Unerreichbarkeit und Unbeständigkeit, das plötzliche Auftauchen und Verschwinden dieser ätherisch-athmosphärisch-„visionären“ „Erscheinung“ ließen sie als Zeichen und Wunder der Natur und Epiphanie göttlicher Macht erscheinen: Das war zu schön, um wahr und von dieser Welt zu sein, das entzog sich dem handgreiflichen Begreifen, war unbegreiflich,…
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