Magazin: Briefe · S. 186
Magazin: Briefe , 1983

Gegendarstellung

In seinem letzten Artikel über Kunst, Rock und Punk, (Kunstforum Band 55), in dem Herr Lippegaus so Sätze wie: „Da vorne steht ne Ampel“ als genial und so Aussagen wie: „Ich bin ein Huhn“ als völlig überflüssig bezeichnet, sind ihm vermutlich, weil er ja vom Hörfunk kommt, einige Sehfehler unterlaufen, die es zu korrigieren gilt:

1. Die Gruppe heißt nicht Armutsseugnis, sondern Armunzzeugnis und der Titel der LP lautet nicht: Krig in den Niagarafällen, sondern, wie es auf dem Cover steht: Krig in den Nigarafällen! (Einzig und allein das Textheft heißt: Armutsseugnis, Krig in den Niagarafällen, Paddel 1.)

Bestellt wird die Platte dann unter der Bezeichnung: Armutszeugnis, Krig in den Nigaarafällen. Dies alles ist sehr wichtig und leider kein Spaß, wie Herr Lippegans vielleicht meint, schließlich müssen wir davon und damit leben, während er den Winter über im warmen Sender verbringt.

2. Ich bin kein Sänger und auch kein Textdichter. Daß ich zufällig auf dieser Platte singe und auch ein paar Texte von mir scheinen, hat damit nichts zu tun!

Alle Texte sind nicht aus meiner Feder sondern mir vom großen, waidwunden Thymian eingegeben worden. Um Herrn Lippegaus zu zitieren: „Der Herr verschone uns davor.“ – Der Herr hat Ihn nicht und wird ihn nicht verschonen: ständig gibt der Herr mir neue Texte ein, heute Nacht extra einen für Herrn Lippegaul: Das Avantgarde-Kritikerlied, welches auch bereits zu seinem Kummer schon fix und fertig vertont ist, Hurra!

3. Richtig, ich habe 10 der 13 Songtexte verfaßt! Genial auch, wie es Herrn Lippegaus gelungen ist, bei sämtlichen…

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