Titel: Künstlerehen · von Michael Schwarz · S. 170
Titel: Künstlerehen , 1978

Poirier / Poirier

Anne Poirier (geboren 1942 in Marseille), Patrick Poirier (geboren 1942 in Nantes), besuchen beide die Ecole des Arts décoratifs in Paris, arbeiten seit 1970 zusammen, erhalten im gleichen Jahr den Prix de Rome und leben daraufhin bis 1973 in der Villa Medici in Rom. Durch Rom und das Leben in der alten Villa entwickelt sich ihr Interesse an der Archäologie: „Rom ist die Stadt, in der man übereinander und nebeneinander alle Spuren der Geschichte, unserer Geschichte, sieht. Es ist nicht von ungefähr, daß Freud sich des Bildes der Ewigen Stadt bedient, wenn er eine Metapher für die Erhaltung von Erinnerungsspuren im Unbewußten sucht“, sagen Anne und Patrick später in einem Interview. Unternehmen von dort eine Reise nach Asien, da sie 1970 am französischen Pavillon auf der Weltausstellung in Osaka teilnehmen. Studieren auf der Rückreise ausführlich die Ruinenstadt Angkor in Kambodscha. Beginnen 1971 mit der subjektiven Rekonstruktion von Ostia Antica. Wie später bei ,,Domus Aurea“ versuchen sie, über ihre subjektive Phantasie etwas von den kollektiven Vorstellungen, Wünschen, Phantasien zu vermitteln. 1976 nehmen sie an der Biennale in Venedig teil, 1977 an der documenta 6 in Kassel. Seit einem Jahr leben sie mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Berlin.

Anne und Patrick Poirier:

Einige Dokumente und Notizen aus unseren unveröffentlichten Archiven.
Drei kleine Biografien

Patrick war ein ziemlich unglücklicher Junge; mit 25 Jahren hatte er strohblonde Haare und nicht ein einziges Barthaar am Kinn. Obwohl er irrsinnige Summen für Kosmetika und Spezialcremes ausgab, wollte nichts wachsen. Seine Kameraden, die alle bärtig…

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