Band 14
Das Selbstporträt als Bildtypus
"Das Selbstporträt - allgemein, das Porträt - ist primär weniger ästhetisches Produkt, als das Ergebnis eines Repräsentationsbedürfnisses", leitet Werner Lippert seinen Essay über ...
"Das Selbstporträt - allgemein, das Porträt - ist primär weniger ästhetisches Produkt, als das Ergebnis eines Repräsentationsbedürfnisses", leitet Werner Lippert seinen Essay über die Renaissance dieses klassischen Bildtypus' ein. Vor dem Hintergrund einer auffallend angewachsenen Produktivität innerhalb dieses Genres erkannte der Autor Mitte der 70er Jahre einen "zunehmenden Hang zum Individuellen, zum Persönlichen und eben zur Person des Künstlers". In seinem Abriss der historischen Entwicklung zeigt er die – neu verstandenen - Mechanismen dieses Bildtypus' auf. Gleichzeitig bietet er einen detailreichen Überblick der Typologien vom "Autorenbild" des achten vorchristlichen Jahrhunderts bis zu aktuellen Werken. Auf dieser Grundlage analysiert Lippert die verschiedenen Formen und unterschiedlichen Funktionsweisen von Selbstporträts. Herausgearbeitet werden vor allem die Charakteristika des zeitgenössischen Selbstporträts, wie es sich in der Mitte der 70er Jahre darstellt. Zum Thema siehe auch „Das neue Porträt“ (Band 6, 1973) und „Die Kunst der Selbstdarstellung“ (Band 181, 2006).














