Abstimmung über Cabaret Voltaire

25. September 2017 · Kulturpolitik
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Schon zum zweiten Mal fand in Zürich eine Abstimmung über den Erhalt des legendären Cabaret Voltaire statt. 2008 votierten 65,1 Prozent der Züricher Bürger für die legendäre Spielstätte in der Spiegelgasse 1, wo 1916 die ersten Dada-Auftritte stattfanden, und jetzt waren es sogar 64,5 Prozent. Die Stadt Zürich ist Vermieterin der Räume, trägt die Mietkosten und unterstützt auch sonst das Programm. Während des Ersten Weltkriegs kamen zahlreiche Emigranten in die Stadt; auch Lenin ließ sich in der Spiegelgasse nieder und ärgerte sich über den Radau, den die Dada-Künstler in der Nachbarschaft bei ihren Soiréen machten. Der Club Voltaire war als Kneipe, Galerie, Club und Theater Anlaufstelle für zahlreiche Exil-Literaten, doch ab 1922 spielte der Dadaismus auch in Zürich keine Rolle mehr. 2002 sollte das Gebäude in eine Apotheke und eine Eigentumswohnung umgewandelt werden, woraufhin diverse Künstler die Räume besetzten und hier fortan in neo-dadaistischem Geist Ausstellungen, Lesungen, Konzerte Workshops etc. durchführten. Der Trägerverein sah sich jedoch immer wieder von konservativen Kräften attackiert – bei der Abstimmung 2008 ging es um „Keine Steuergelder für Dada“, doch die Dada-Gegner erhielten eine klare Abfuhr, wie auch im Herbst 2017. Damit hat der Trägerverein eine gewisse Planungssicherheit, sich weiterhin um private und öffentliche Unterstützung zu bemühen. www.cabaretvoltaire.ch

Dazu in Band 241 erschienen:

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