Rolandseck: Dada-Jubiläum

27. Januar 2016 · Museen & Institutionen
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Über den Elsässer Hans Arp berichtet die Legende, als beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 die Grenzen geschlossen wurden, habe sich der Eisenbahnwaggon, in dem der Künstler sich ins Ausland rettete, genau unter dem Schlagbaum befunden. Exil-Künstler gründeten in der neutralen Schweiz, und zwar im Cabaret Voltaire in der Züricher Spiegelgasse, die Dada-Bewegung. Nicht als Legende, sondern als Fakt überliefert ist das Gründungsdatum mit der ersten Dada-Soirée dort im Cabaret Voltaire mit Auftritten von Hugo Ball, Emmy Hennings, Marcel Janco, Tristan Tzara und Hans Arp : der 5. Februar 1916. Mut ihren rebellischen Lautgedichten und Simultanpoesien, Collagen und Frühformen der Performance propagierten sie eine „Kunst jenseits aller Grenzen“. Es war ein künstlerischer Abgesang auf die Werte der bürgerlichen Gesellschaft der Vorkriegszeit. Viele Dada-Künstler sympathisierten nach 1918 mit linken Parteien. Nach Kriegsende kam Arp nach Köln. „Hurra, der Arp ist da“, notierte Max Ernst erfreut über die Ankunft des Freundes und Gesinnungsgenossen. Zusammen mit Johannes Theodor Baargeld bildeten Arp und Ernst in Köln die „Dada-Zentrale W/3“ (das „W“ steht vermutlich für Westdeutschland, die „3“ für die Zahl der Gruppenmitglieder). Das Arp Museum Rolandeck ist somit ein absolut stimmiger Ort, sich an den Veranstaltungen zum 100jährigen Dada-Jubiläum zu beteiligen. Dort findet vom 14. Februar bis zum 10. Juli 2016 die große Ausstellung „Genese Dada. 100 Jahre Dada Zürich“ statt. „Anlässlich des Jubiläums erweckt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck die bedeutenden Geburtsorte Dadas wieder zum Leben: die legendäre Künstlerkneipe »Cabaret Voltaire« und die eher bürgerlich orientierte »Galerie Dada«“. www.arpmuseum.org.

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