Band 75
von hier aus
Dokumentation einer überflüssigen Ausstellung
So wie man durch schlechte Bilder viel über gute Kunst lernen oder durch die Beschäftigung mit den abwegigen Entwicklungen und Absurditäten bestimmter kultureller Epochen oft mehr über deren ...
So wie man durch schlechte Bilder viel über gute Kunst lernen oder durch die Beschäftigung mit den abwegigen Entwicklungen und Absurditäten bestimmter kultureller Epochen oft mehr über deren Wesen erfahren kann als durch die Hochleistungen, führte die von Kasper König inszenierte Schau „von hier aus - zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf" das Problem Kunst und deren Inszenierung in Ausstellungen einmal drastisch vor Augen. Mit großem Mut, wenn auch finanziell ohne Risiko, hat Kasper König in seinem als „ereignishafte“ Ausstellung organisierten Kulissenspektakel den allgemeinen Trend zur Show im Ausstellungswesen ad absurdum geführt und Grenzen aufgezeigt, die da liegen, wo die Interpretation durch Inszenierung dem Kunstwerk keine Freiheit mehr lässt oder es in den Kulissen gar zum Verschwinden bringt. KUNSTFORUM würdigt die Ausstellung mit einer kritischen Analyse von Annelie Pohlen sowie persönlichen Anmerkungen von Heinz Thiel. Bei der systematischen Fotodokumentation der Schau wurde aus gegebenem Anlass vor allem Wert darauf gelegt, zu zeigen, wie die Kunst (tatsächlich) in Szene gesetzt worden ist - etwas, das Kataloge üblicherweise nicht leisten können und das Gedächtnis nicht lange leistet.
Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge

von hier aus
Eine Fotodokumentation von Hans Zywicki

von hier aus
Zwei Monate neue deutsche Kunst in Halle 13 der Düsseldorfer Messe (29.9. - 2.12.1984)

Über den Tempeln steht ein Hauch von Teufelsdreck
'von mir aus' Anmerkungen zu 'von hier aus'















