Documenta: Wanderreiter in Kassel angekommen

6. Juli 2017 · Aktionen & Projekte
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Drei Monate lang ritten sie durch die Karstgebirge des Balkan – rund 3.000 Kilometer von Athen nach Kassel. Dort endete der Ritt The Athens–Kassel Ride: The Transit of Hermes am 9. Juli 2017 auf dem Friedrichsplatz, einem der zentralen Orte der documenta mit dem Bücher-Parthenon. Tina Boche, Peter van der Gugten, Zsolt Szabo und David Wewetzer ritten von dem einen zum anderen documenta-Ort „im Sinne der Rekener Charta, die um die ‚Freiheit, die Welt mit Pferden zu bereisen‘ und die Erhaltung der ‚historischen Post- und Handelsrouten‘ wirbt, sowie um das Recht, ‚auf diesen zu reisen wie in alten Zeiten, und dabei die Grenzen vin heute zu überqueren'“. Die Wanderreiter-Aktion ist auch ein zeitaktuelles Politikum, denn die „Balkan-Route“ ist für Flüchtlinge abgeriegelt; Ungarn hat bekanntlich einen neuen Eisernen Vorhang an seiner Grenze zu Serbien errichtet. Als „Transit of Hermes“ bespielt die Aktion auf den antiken Götterboten an; er „kommt aus dem arkadischen Berggebirge des Peloponnes und ist nach dem griechischen Gott des Handels und Diebstahls, der Musik und der Grenzüberquerungen benannt. Der mythologische Hermes ist auch… eine zentrale Figur im Denken von Michel Serres, dessen Schriften (zusammen mit denen von Giorgio Agamben, Étienne Balibar, John Berger, Jacques Derrida, Donna Haraway und Rainer Maria Rilke) bei der Entwicklung von The Athens-Kassel Ride mitgereist sind. Auf seiner Reise von Athen nach Kassel ist Hermes nicht nur im Transit zwischen Griechenland und Deutschland – einer Linie folgend, die die historischen und gegenwärtigen Spannungen von Europa nachzeichnet – sondern auch zwischen Mythos und Materialität, Wirtschaft und Politik, Philosophie und Handeln, Menschen und Tieren…“ www.documenta.de

Dazu in Band 246 erschienen:

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