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Band 242

Postdigital 1

Allgegenwart und Unsichtbarkeit eines Phänomens

Unser Alltag ist derart von digitalen Technologien durchdrungen, dass diese mustergültig, ja geradezu banal geworden sind. Das Digitale schreibt sich in nahezu alle Lebensbereiche ein und wir können keinen Zustand vor dem Digitalen mehr denken. Dementsprechend lautet einer der Ansatzpunkte dieses KUNSTFORUM Themenbandes Postdigital 1, das digitale Technologien auf inhaltlicher, formaler und materieller Ebene Auswirkungen auf das zeitgenössische Kunstschaffen haben und jegliche künstlerische Produktions-, Rezeptions- und Distributionsvorgänge mitgestalten. Das Digitale ist gleichzeitig allgegenwärtig wie unsichtbar, ein Widerspruch, der als postdigitaler Zustand beschrieben wird und der eine detaillierte Betrachtung dieses Phänomens geradezu herausfordert.

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Aus diesem Band

Ab sofort erscheint KUNSTFORUM in neuer Gestaltung!

Ein Gespräch mit dem Art Direktor Mike Meiré

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„KUNSTFORUM ist ein rauschendes Kompendium der Zeitgenossenschaft“
(Gregor Jansen, 2012)

„KUNSTFORUM ist nicht nur am Puls der Zeit, sondern ist ihm nicht selten eine Nasenlänge voraus. Auch Jahre später kann man sich noch ein Themenband erneut vorknöpfen und sich bereichern lassen, einfach unglaublich."
(Jürgen Klauke, 2014)

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In eigener Sache

KUNSTFORUM ist in neuer Gestaltung erschienen!

Mit Band 242 "Postdigital 1 - Allgegenwart und Unsichtbarkeit eines Phänomens" herausgegeben von Franz Thalmair, erscheint KUNSTFORUM in neuer Gestaltung! Verantwortlich für das neue Gesicht ist, der für seine Projekte im Editorial Design mehrfach ausgezeichnete, Designer, Künstler und Art Direktor Mike Meiré mit seinem Team von Meiré und Meiré. KUNSTFORUM erscheint seit 1973. Bereits in den Jahren zuvor wurde der grafische Auftritt einige Male überarbeitet. Mit diesem Redesign, seinem revolutionär veränderten Cover und seiner evolutionären Veränderung im Innenteil, erscheint KUNSTFORUM nun erneut in neuem Gewand.

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Biennalen

Biennale Venedig: Viva Arte Viva

Paolo Barrata, Präsident der Biennale di Venezia (13. Mai bis 26. November 2017), und Chefkuratorin Christine Macel gaben das Leitmotiv der nächsten Veranstaltung bekannt: „Viva Arte Viva“ ist als „Ausdruck der Leidenschaft für die Kunst“ und als Bekenntnis zum Status des Künstlers gemeint. Die kommende Biennale sei eine solche, die „mit den Künstlern durch die Künstler und für die Künstler entworfen“ sein wird. In der von Macel kuratierten Hauptausstellung sind daher Künstler vertreten, deren Formenvokabular mit der Entwicklung (neuer) Methoden künstlerischen Vorgehens einhergeht und dieses Vorgehen reflektiert, und dies in Bezug zu den „Formen des Lebens“. Christine Macel sagt dazu: „In einer Welt voller Konflikten und Umbrüche, in der der Humanismus ernsthaft gefährdet ist, ist die Kunst der wertvollste Teil des Menschen“. Kunst sei „der ideale Platz zum Nachdenken“, für individuellen Ausdruck von Freiheit und zur Behandlung grundsätzlicher Fragen. www.labiennale.org

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Personalien

Demandt wird Museumsdirektor in Frankfurt

Philipp Demandt übernimmt als Nachfolger von Max Hollein am 1. Oktober 2016 die Leitung des Städel Museums in Frankfurt. In Personalunion wird er dann auch Direktor der Liebieghaus Skulpturensammlung am Frankfurter Museumsufer und der Schirn Kunsthalle. Demandt leitete vorher die Alte Nationalgalerie in Berlin. Der 1971 in Konstanz geborene Demandt
studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Publizistik und promovierte 2001 am Institut für Geschichts und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin. Demandt leitete vorher die Alte Nationalgalerie in Berlin.

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Personalien

Einbruch bei Anselm Kiefer

Anselm Kiefer wurde Opfer eines Einbruchdiebstahls. Auf seinem Ateliergelände in Croissy-Beaubourg in der Nähe von Paris entwendeten Metalldiebe fünf bis sechs Tonnen Blei, bevor der Sicherheitsdienst sie entdeckte und Alarm schlug. Die Täter konnten fliehen. Die Bleiplatten gehören zu einer Monumental-Skulptur und stellt mehrere Bücher dar. Ihr Wert wird auf 1,3 Mill. Euro geschätzt. Kiefers Studio gab die Einschätzung bekannt, dass es sich hier nicht um einen Kunstdiebstahl handelt, sondern dass es den Dieben nur um den Handelswert des Rohmetalls ging.

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Personalien

Margarete Jochimsen gestorben

Margarete Jochimsen starb im Alter von 85 Jahren. Die promovierte Kunsthistorikerin leitete von 1978 bis 1986 den Bonner Kunstverein und war in Bonn auch Initiatorin und Gründungsdirektorin des August Macke Hauses. Über ihre Ausstellungspolitik der späten 1970er Jahre und die damalige Auseinandersetzung mit dem Feminismus in der Kunst schrieb Isabelle Graw: „Ganz bewußt überging Margarete Jochimsen (1977) z.B. die Malerei, als sie die Medien nannte, welche von feministischen Künstlerinnen bevorzugt würden.“ In den Jahren 1975-1980 veröffentlichte sie auch mehrere Beiträge in „Kunstforum international“, so über den Künstler Michael Badura (Bd. 12, 1975), über „Kunst als soziale Strategie“ (Bd. 27, 1978) und „Kunst und Architektur“ (Bd. 30, 1978). 1979 interviewte sie den Konzeptkünstler Roger Welch; ihre langjährige Beschäftigung mit „Story Art“ mündete 1979 in den „Kunstforum“-Beitrag „Text-Foto-Geschichten“ (Bd. 33), ergänzt um ein Interview mit John Fernie.

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Preise

Kaiserring-Stipendium für Julian Charrière

Julian Charrière darf in diesem Jahr das Kaiserring-Stipendium der Stadt Goslar für sich beanspruchen. Seine derzeitige Ausstellung im Mönchehaus Museum konzentriert sich auf Arbeiten aus drei Werkserien, von denen eine erstmals in Goslar zu sehen sein wird (bis 22. Jan. 2017). Der Schweizer Künstler lebt in Berlin. Zur Realisierung seiner Werke bereist er ferne Länder, schlüpft dabei in die Rolle eines Forschers und bezeichnet sich selbst als „Zukunftsarchäologe“. In Kasachstan fotografierte er z.B. 2015 ein atomverseuchtes Gelände; in Südamerika suchte er in den Salzwüsten nach Lithium, ohne dass kein Handy-Akku funktionieren würde. www.moenchehaus.de

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Aktionen & Projekte

Düsseldorf: Kochen mit Arpad Dobriban

Bis zum 22. Januar 2017 stellt Arpad Dobriban im K21-Kunstsammlung NRW sein Projekt „WARTESYSTEM 7“ vor. Während der Ausstellungsdauer veranstaltet er dort zusätzlich zum täglichen Betrieb mit wechselndem Speisenangebot an vier Abenden jeweils eine „Kommentierte Speisenfolge“. Zu diesem Zweck hat er in der ehemaligen Pardo Bar im K21 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen für vier Monate seine Werkstatt eingerichtet, „um dort für die Museums-Besucher besondere Speisen herzustellen. Er arbeitet mit Nahrungsmitteln von ganz eigener Qualität und stellt Grundzutaten teils selbst her. Dobriban versteht sich als „ein Künstler, der Kochen als sein Medium benutzt. Koch sein ist etwas anderes“. Denn das Kochen „bildet für den Künstler ein eigenes Universum, in dem jeder selbstbestimmt agieren kann.“ Die Mikrowelle ist dabei verpönt: Dobriban lässt stattdessen bei der Herstellung von Speisen jedem Nahrungsmittel seine eigene, jeweils angemessene Zeit. Es geht ihm nämlich darum, „die Transformation von Lebewesen in genießbare Speisen sichtbar werden zu lassen und im Kochen die Spuren jedweder Handlungen erfahrbar und zugänglich zu machen“. www.kunstsammlung.de

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Galerien & Auktionshäuser

Klosterfelde geht zu Sotheby's

Martin Klosterfelde, von 1996 bis 2013 Galerist in Berlin, ist jetzt „Senior Director“ und „Senior Expert“ für Gegenwartskunst beim Londoner Auktionhaus Sotheby's. Klosterfelde gehörte in Berlin zu den Mitbegründern des Art Weekends und der Kunstmesse abc- art berlin contemporary. Nach der Schließung seiner Galerie arbeitete er als Kunstmarktexperte für das Auktionshaus Philips und machte eine Ausbildung zum Auktionator. www.sothebys.com

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Preview

Ulay in Frankfurt

Vom 13. Oktober 2016 bis 8. Januar 2017 widmet die Schirn Kunsthalle Frankfurt dem Künstler Ulay (bürgerlicher Name: Frank Uwe Laysiepen) unter dem Titel „LIFE-SIZED“ die erste große Überblicksausstellung überhaupt. Ulay bezeichnet sich selbstironisch als den „bekanntesten unbekannten Künstler“. Bekannt wurde er seinerzeit als Partner der Performerin Marina Abramovic, mit der er von 1976 bis 1989 zusammenarbeitete, bis sich das Paar beruflich und privat trennte. Dem Prinzip, Kunst und Leben radikal zusammen zu führen, sind beide aber auch in ihren späteren Solo-Arbeiten treu geblieben. Der Körper ist nach wie vor für Ulay ein künstlerisches Medium. „Mit seinem Konzept der Transformation schafft Ulay ständig neue Identitäten. Sein bevorzugtes Medium ist die analoge Fotografie und ganz besonders die Polaroid-Fotografie, die zu einem wesentlichen Bestandteil seiner künstlerischen Praxis geworden ist. Neben zahlreichen Einzelaktionen der performativen Fotografie und Body-Art hat Ulay viele Performances und Projekte auch mit anderen Personen und Künstlern realisiert, etwa mit seiner früheren Muse Paula Françoise-Piso... Die retrospektiv angelegte Ausstellung in der Schirn führt UIays umfassendes Werk aus den Jahren 1970 bis 2016 zusammen. Es werden rund 150 Arbeiten gezeigt, darunter Fotografien, Filme und Projektdokumentationen, Objekte und Skulpturen sowie Arbeiten auf Papier. Zum ersten Mal werden auch zahlreiche Arbeiten öffentlich zu sehen sein, die der Künstler aufgrund seines uneingeschränkten Bedürfnisses nach Gegenwart und seiner Skepsis gegenüber dem Kunstbetrieb bislang zurückgehalten hat...“ www.schirn.de

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Galerien & Auktionshäuser

50 Jahre Edition Block

50 Jahre Edition Block: 1966 rief der Berliner Galerist René Block die Edition Block ins Leben. „Neben der Edition MAT, Multiples Inc. New York und der Mailänder Edition del Deposito gehört die Edition Block damit zu den ältesten Herausgebern von Auflagenobjekten und Druckgrafiken“. Das Angebot von Editionen und Multiples sollte in der damaligen Zeitgeiststimmung einer „Demokratisierung und Sozialisierung“ der Kunst dienen – Hilmar Hoffmann prägte als sozialdemokratischer Kulturpolitiker damals die Formel „Kunst für alle“. Das bezog sich nicht nur auf den Abbau von Schwellenängsten in Museen, die sich damals bildungsbürgerlich-elitär gaben, sondern auch auf den Kunstmarkt, wo Auflagenkunst in Editionen für alle erschwinglich sein sollte. „Die Auflagen der Edition Block entstanden zunächst in Zusammenarbeit mit Künstlern der Galerie wie Wolf Vostell, Joseph Beuys, KP Brehmer, KH Hödicke, Sigmar Polke, Palermo oder Konrad Lueg und Künstlern der internationalen Fluxus-Bewegung wie Nam June Paik, Arthur Köpcke, Dieter Rot und Robert Filliou. Das Programm erfuhr in den folgenden Jahren eine stetige Erweiterung durch neue Künstler und neueste Kunstformen und war stets geprägt von René Blocks Fluxus-Prinzip der künstlerischen Vernetzung und seinem Interesse an der Peripherie und "künstlerischen Nebenströmen". Es entstanden multiplizierte Kunstwerke wie Grafiken, Objekte, Bücher, aber auch Ton- und Videoarbeiten. Die ersten beiden Arbeiten, die die Edition Block im Jahr 1966 herausgab, waren das "Klammerbuch" von Wolf Vostell, das die Texte zu zwei Berliner Happenings des Künstlers enthielt, sowie "... mit Braunkreuz" von Joseph Beuys, eine Leinenkassette mit einer Zeichnung, einem halbierten Filzkreuz und zwei Texten.“ Die Jubiläumsausstellung „Multiplizieren ist/bleibt menschlich – Edition Block 1966-2016“ zeigt ab dem 14. September 2016 „beispielhafte Multiples aus dieser Zeit. Der Bogen spannt sich von Joseph Beuys und Wolf Vostell (1966) über Richard Hamilton, Marcel Broodthaers, KH Hödicke, Olaf Metzel und Mona Hatoum bis zu neuen Werken von Alicja Kwade, Bjørn Nørgaard, Inge Mahn und Mariana Vassileva (2016)“.

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Messen & Märkte

Frieze Projects

Raphael Gygax kuratiert in diesem Jahr die „Frieze Projects“. Dabei handelt es sich um den Non-Profit-Sektor der Frieze London (6. bis 9. Okt. 2016). Gygax war zuletzt als Kurator am Migros Museum für Gegenwartskunst tätig und stellt im Rahmen des „Projects“-Programms einzelne Künstler und Künstlergruppen vor, im vergangenen Jahr z.B. eine Installtion von Lutz Bacher und das skulpturale Konzept von Thea Djordjadze. Das Programm umfasst in jedem Jahr etwa 7-8 solcher Künstlerkonzepte.

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Aktionen & Projekte

Steirischer Herbst

Der „steirische herbst 2016“ eröffnet sein Programm am 23. September 2016 unter dem Leitmotiv „Wir schaffen das. – Über die Verschiebung kultureller Kartografien“. Die Ausstellung Body Luggage wird von Zasha Colah kuratiert. Sie „beschäftigt sich mit grenzüberschreitender Migration von Zeichen, mit Körpersprache als kulturelle Ausdrucksform – auch wenn sie das einzige Gepäck ist, das wir über die Grenzen von Raum und Zeit hinweg mit uns tragen können.“ www.steirischerherbst.at

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Personalien

Serota kündigt Rückzug an

Nicolas Serota kündigte für 2017 seinen Rückzug vom Direktorenposten der Tate Museen an. Die Tate-Trägergesellschaft betreibt in Großbritannien vier Museen, darunter auch die von Serota im Jahr 2000 gegründete Tate Modern. Das Mutterhaus Tate Britain sammelt britische Kunst von 1500 bis heute. Zwei Filialen befinden sich in Liverpool und St. Yves. Der heute 70jährige Serota stand seit 1988 an der Spitze der Trägergesellschaft.

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Aktionen & Projekte

Oldenburg: Farbtest "Rote Fahne"

Bis zum 31. Oktober 20916 führt Felix Gmelin jeden Tag ab Einbruch der Dunkelheit für das Oldenburger Edith Ruß-Haus im "Aquarium" einen "Farbtest, Die Rote Fahne II" durch. Die Doppelprojektion basiert auf dem Film "Farbtest, Die Rote Fahne" von Gerd Conradt aus dem Jahr 1968. Als Student inszenierte Conradt damals "mit seinen Kommilitonen einen Staffellauf durch Berlin mit einer roten Fahne. Einer dieser Staffelläufer war Otto F. Gmelin, der Vater des Künstlers. Felix Gmelin, der sich in seinen Arbeiten intensiv mit der Generation seines Vaters und seiner , linken‘ Erziehung auseinandersetzt, hat diesen Staffellauf wiederum mit seinen Studenten in Stockholm im Jahr 2002 reinszeniert. Doch während in dem revolutionären Original von 1968 der letzte Staffelläufer die Fahne provokativ und unter dem wütenden Protest einiger Zuschauer auf dem Balkon des West-Berliner Rathauses ausrollt, gelangt der Läufer von 2002 zwar in das Stockholmer Rathaus hinein, der Balkon bleibt jedoch leer, die revolutionäre Geste unvollendet. In der Installation sieht man das Original und seine Re-inszenierung nebeneinander, die Läufer scheinen sich aus der Tiefe des Raumes in Richtung Peterstraße zu bewegen. Unablässig wandert das Auge des Betrachters von einem Film zum anderen, vergleicht Straßen, Autos, Kleidung und Gesichter und versucht die jeweiligen Filme und ihre Geschehnisse einzuordnen." www.edith-russ-haus.de

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Personalien

Schafhausen: Vertragsverlängerung

Nicolaus Schafhausen verlängerte seinen Vertrag als Direktor der Kunsthalle Wien um fünf Jahre bis Oktober 2022. Schafhausen erklärte, er wolle die Kunsthalle weiter „als einen Ort des Fragens und als einen Ort der Freiheit positionieren“ und mit seinem Team der Frage nachgehen, unter welchen „sehr komplexen sozialen und politischen Bedingungen... Kunst heute global entsteht“. www.kunsthallewien.at

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Museen & Institutionen

Thea Djordjadze und Yto Barrada in der Wiener Secession

Bis zum 1. November 2016 laufen derzeit in der Wiener Secession die Ausstellungen von Thea Djordjadze "To be in an upright position on the feet (studio visit)" und von Yto Barrada "The Sample Book". Für duese Ausstellung hat Djordjadze ihr Atelier nach Wien verlegt: "Buchstäblich alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wurde abmontiert , aus Regalen geräumt, in Umzugskartons geschichtet, mit Luftpolsterfolie verpackt, auf Paletten gestapelt, in den LKW geladen. Eine radikale Entscheidung, denn ihr Studio in Berlin bleibt zumi ndest vorläufig komplett leer. Der Künstlerin sind all jene Dinge, die sie zum Arbeiten oder schlicht für den Alltag benötigt, temporär entzogen." Barradas Ausstellung rekurriert auf Fossilienfunde in Marokko: "Bei ihren Recherchen zu marokkanischen Fossilien entdeckte Barrada in einem verschlafenen Natur- kundemuseum eine von Hand gemalte lithologische Tabelle eines Geologen, die mittels nuancierter Farbabstufungen und unterschiedlic her Füllmuster geologische Zusammensetzungen wie auch das Alter von Erdschichten an einem bestimmten Ort anschaulich darstellt. Diese Tabelle vereint für Barrada eine Fülle von Themen, die auch in ihrer Arbeit aufein andertreffen: Recherche, Forschung, Ästhetik und Pädagogik. Die Vermittlung von Wissen und mehr noch der Prozess des Lernens an sich gewinnt in ihrer Arbeit zunehmend an Bedeutung." www.secession.at

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Aus dem Archiv

„Kunstforum ist ein Magazin, das so gut wie jedes Thema, das wichtig ist, beackert hat, und es ist so umfangreich, dass ich manchmal noch einmal in Heften von vor zehn Jahre schaue, und nicht selten erweist sich Kunstforum als eine Fundgrube…“ (Kaspar König)

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TITELDOKUMENTATION: WENDEZEITEN – DEUTSCHLAND IN DER KUNST BAND 236

Burcu Dogramaci

Einwanderungsland Deutschland.

Migration als Herausforderung für die Kunst

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