• CLAIRE FONTAINE, This neon sign was made by Amran Radouane ..., 2009, Courtesy Claire Fontaine und Galerie Neu, Berlin
  • LASSE SCHMIDT HANSEN, Making Things, 2011, Fotoserie, 3-teilig, Courtesy the artist und Galerie Reinhard Hauff, Stuttgart
  • SOFIA HULTÉN, Grey Area. 12 Attempts to hide in an office environment, 2001, Videostill, © Bildrecht, Wien, 2014, Courtesy the artist and Konrad Fischer Galerie Düsseldorf / Berlin
  • MICHAEL LANDY, Saints Alive, Ausstellungsansicht National Gallery, 2013, Courtesy the artist and Thomas Dane Gallery
  • MICHAEL LANDY, Saints Alive, Ausstellungsansicht National Gallery, 2013, Courtesy the artist and Thomas Dane Gallery
  • v.l. Günther Uecker, Otto Piene, Heinz Mack: 50 Jahre ZERO Fest, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, 2008. Foto: Daniel Roth / Quelle: ZERO foundation, Düsseldorf
  • JESÚS RAFAEL SOTO, Relations bleues, noires, et argentées, 1965–1969, Öl auf Metall und Holz, 209 × 823 × 17 cm. Courtesy: ZERO foundation, Düsseldorf. Im Vordergrund: FRANÇOIS MORELLET, Sphère-trames, 1962, Edelstahl, Ø 130 cm. Courtesy: ZERO foundation, Düsseldorf
  • ZERO. Die internationale Kunstbewegung der 50er und 60er Jahre

Band 232

Kunst­ver­weigerungs­kunst II

Verneinung zwischen Formgebung und Ausstieg
Herausgegeben von Herbert Kopp-Oberstebrink und Judith Elisabeth Weiss

„Was bleibt, wenn das Kunstwerk zum Verschwinden gebracht wird? Wie wird dieses Verschwinden für die Kunst wieder produktiv gemacht?“ – So schließen die Herausgeber Herbert Kopp-Oberstebrink und Judith Elisabeth Weiss ihr Editorial zu diesem Band. Blickte der vorangegangene Band, »Kunstverweigerungskunst I: Verweigerung als schöpferische Provokation«, auf künstlerischen Entfremdungstendenzen vom Dadaismus bis zur Gegenwart, geht es im aktuellen Band »Verneinung zwischen Formgebung und Ausstieg« um Grenzbereiche künstlerischen Schaffens. Den wiederholten Verkündigungen vom Ende der Kunst setzt eine Kunst­ver­wei­gerungs­KUNST ihre ausdrückliche Befürwortung künstlerischer Potentiale als Instrumentarium der Verweigerung entgegen. Dass die Kunst vereinzelt selbst zum Feind des Künstlers werden kann, zeigt die radikalste Geste der Verweigerung: der endgültige Ausstieg aus der Kunst. Fünf Essays, acht beispielhaften Künstler­mono­grafien sowie drei erhellenden Künstler­bei­trägen und -interviews dokumentieren die verschiedenen Formen künstlerischer Ablehnung, Verwerfung und Entsagung.
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Biennalen

Venedig: Streit um Moschee-Projekt

„Moschee-Kunstprojekt empört Venezianer“ titelte die Frankfurter Rundschau. Für den isländischen Pavillon hatte Christoph Büchel zur diesjährigen Biennale von eine christliche Kirche temporär in eine Moschee verwandelt. Der Hintergrund: die 20.000 Muslime in Venedig hatten bislang in der Altstadt keine Moschee, mussten stattdessen zu einer alten Halle im Industriegebiet Maghera fahren. Deswegen hat der Künstler Christoph Büchel die seit 1969 ungenutzte Kirche Santa Maria della Misericordia angemietet und für die Dauer der Biennale in eine Moschee umgewandelt.Venedigs Stadtverwaltung erteilt die Genehmigung dazu allerdings nur als Ausstellungsraum, nicht aber als Ort der Religionsausübung. Als die muslimische Gemeinde dort dennoch ihr Freitagsgebet abhielt, drohte die Stadtverwaltung mit Schließung.

Preview

Yoko Ono und Jakob Lawrence im MoMA

1971 gab die Fluxus-Künstlerin Yoko Ono ein Inserat auf, sie hätte eine Ausstellung im Museum of Modern Art New York (MoMA). Die Ausstellung fand nicht statt, aber als Ono dann als Fortsetzung ihrer Aktion Passanten auf der Straße befragte, ob sie diese Ausstellung schon gesehen hätten, antwortete z.B. einer allen Ernstes, er wolle demnächst hingehen. Mit ihren „Instruction Pieces“ hatte sie schon bei ihren frühen Happenings das Publikum einbezogen. Mit der Ausstellung „Yoko Ono – One Woman Show“ dokumentiert das MoMa jetzt bis zum 7. September 2015 ihre Arbeiten aus dem Zeitraum 1960 bis 1971, der von Kunsthistorikern auch heute noch als ihre wichtigste und kreativste Schaffensphase angesehen wird. Ebenfalls bis zum 7. September 2015 löäuft im Moma noch die Ausstellung „One Way Ticket“ mit jenen 60 kleinformatigen Tempera-Bildern, die Jacob Lawrence 1941 als „The Migration Series“ schuf. Dabei geht es um die Migration von Afro-Amerikanern aus dem ländlichen Süden in den urbanen Norden. www.moma.org

Museen & Institutionen

60 Jahre Documenta

1955 veranstaltete Arnold Bode in Kassel die erste Documenta. Sie sollte eine Dokumentation der modernen Kunst sein, die in der NS-Zeit in Deutschland verfemt war und nun in der Nachkriegszeit den Zeitgenossen nahegebracht werden sollte. Inzwischen gilt die alle fünf Jahre stattfindende Documenta als weltweit wichtigste Großausstellung für zeitgenössische Kunst. Mit Vorträgen, Ausstellungen und Konzerten im Rahmen einer Festwoche wird im Juli 2015 in Kassel an diese erste Documenta vor 60 Jahren erinnert. So diskutieren z.B. in einem Symposium die künstlerischen Leiter der vier vergangenen Documenta-Ausstellungen am 17. und 18. Juli 2015 und der Leiter der kommenden Documenta 14, Adam Szymczyk, miteinander über die verschiedenen Konzepte, wie man eije Documenta realisieren kann. Am 19. Juli 2015 lädt Kassel zu einem „Documenta-Fest" mit Filmvorführungen, Lesungen und Führungen zur Geschichte der Documenta ein. Auf dem Friedrichsplatz vor der Kunsthalle findet dazu ein Konzert statt. Am 16. Juli 2015 wird eine Ausstellung des belgischen Künstlers Marcel Broodthaers (1924-1976) eröffnet. Die nächste Documenta findet 2017 in Kassel und Athen statt. www.documenta.de

Museen & Institutionen

Stuttgart: Kunst und Musik

2015 feiert das Kunstmuseum Stuttgart sein 10-jähriges Bestehen. Die Sonderausstellungen und das Rahmenprogramm zu diesem Jubiläum stehen unter dem Thema „Kunst & Musik“. Auch die Ausstellungsreihe „Sound in Motion“ widmet sich den Wechselwirkungen zwischen den beiden Kunstformen aus der Perspektive zeitgenössischer Video- und Performancekunst. In dieser Reihe sind bis zum 15. Januar 2017 Arbeiten von Tatiana Blass, Candice Breitz, Filderbahnfreundemöhringen FFM, Kristof Georgen, Rodney Graham, William Hunt, Annika Kahrs, Ragnar Kjartansson, Christian Marclay, Hajnal Németh, Carsten Nicolai, Fernando Sánchez Castillo und Ann-Sofi Síden mit Jonathan Bepler zu sehen. Hierzu finden ergänzend Konzerte und Performances auf dem Kleinen Schlossplatz statt. Derzeit werden Videoarbeiten des britischen Künstlers William Hunt dargeboten, der bekannt für seine Musikperformances unter erschwerten körperlichen Bedingungen bekannt ist. Ergänzend zur Videopräsentation im Kunstmuseum Stuttgart findet am Freitag, den 29. Mai 2015, um 20 Uhr, eine Live-Performance von William Hunt statt. Auf dem Kleinen Schlossplatz wird der Künstler eine neue, für diesen Anlass entwickelte Aktion umsetzen. www.kunstmuseum-stuttgart.de

Biennalen

Silberne Löwen

Im Heung-Soon (Südkorea) bekam als Teilnehmer der Hauptausstellung "All World's Futures"der Biennale von Venedig einen Silbernen Löwen als Auszeichnung in der Kategorie für junge Künstler zugesprochen. Mit speziellen EDrwähnungen bedachte die Jury die Künstler Harun Farocki, Massinissa Selmani und Abounadarra Collective sowie die USA für ihre Präsentation von Joan Jonas. www.labiennale.org

Preise

Prizker-Preis

Frei Otto, im März 2015 im Alter von 89 Jahren verstorbener Architekt, wurde zwei Monate nach seinem Tod postum mit dem Pritzker-Preis für Architektur geehrt. Die Auszeichnung gilt weltweit als bedeutendster Preis für Baukunst; sie wurde jetzt zum ersten Mal an einen Verstorbenen verliehen. Vor Frei Otto war Gottfried Böhm der bislang einzige deutsche Architekt gewesen, der 1986 diesen Preis überreicht bekam. Frei Otto wurde vor allem durch seine Dachkonstruktionen bekannt. Dazu zählen als eine der frühen Entwürfe das Sternwellenzelt über dem Kölner Tanzbrunnen (1957) und als seine berühmteste Arbeit das Dach über dem Münchener Olympiastadion 1972.

Messen & Märkte

Rhy Art Fair

Die neue Messe Rhy Art Fair in Basel (18. bis 21. Juni 2015) ergänzt die großen Kunstmessen und anderen Events mit einer Mischung aus Newcomern und etablierten Künstlern. Das Spektrum umfasst schwerpunktmäßig Bilder, Skulpturen, künstlerische Fotografie, limitierte Drucke, digitale Kunst und Objektkunst. Der Standort im Rhypark am Rheinufer in Basel-St. Johann ist nur 7 Minuten mit der Straßenbahn vom Messeplatz entfernt. www.rhy-art.com.

Museen & Institutionen

Adolf Loos in Pilsen

Pilsen (Tschechien) ist neben Mons in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas, und rechtzeitig zu diesem Ereignis sind nach einjähriger Restaurierung einige Wohnensembles wieder öffentlich zugänglich, die vom Architekten Adolf Loos (1870-1933) stammen. Mit seiner Schrift "Ornament und Verbrechen" (1908) polemisierte Loos gegen das Dekor des Jugenstils und trat für eine Formensprache der Moderne ein. Was er darunter verstand, exerzierte er auch in der Innenarchitektur, als er zwischen 1907 und 1910 und dann noch einmal zwischen 1927 und 1932 im Auftrag von Pilsner Unternehmerfamilien deren Wohnungseinrichtung konzipierte: Funktionalismus und gleichzeituig Behaglichkeit bei Verwendung hochwertiger Naturmaterialien für das Mobiliar waren die Maximen seines künstlerischen Vorgehens. Die meisten seiner Auftraggeber waren Juden, die nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht nach Tschechien 1939 ihre Wohnungen zwangsweise verlassen mussten. Einige der Wohnungen wandelte man in Amtsstuben um, andere wurden durch die späteren Mieter oder Nutzer verwüstet. Erst in den letzten Jahren konnte man den ursprünglichen Zustand rekonstruieren. Die Pilsner Tourimuszentrale bietet individuelle Besichtigungen und Gruppenführungen an. www.pilsen.eu/turist/nutzliche-informationen/promo/pilsen-hat-ein-weiteres-umgebautes-loos-interieur-eroffnet.aspx

Messen & Märkte

Wien: Neuer Name

Unter neuem Namen und an neuem Ort veranstaltet die VF Betriebsgesellschaft mbH vom 24. bis 27. September 2015 die viennacontemporary, und zwar in der Wiener Marx Halle in der Karl-Farkas-Gasse 19. Das Ausrichter-Team bleibt unverändert: Künstlerische Leiterin ist Christina Steinbrecher-Pfandt, Geschäftsführer ist Renger van den Heuvel. Begleitet wird die Messe von einem umfangreichen Zusatzprogramm mit kuratierten Ausstellungsbereichen, Sonderausstellungen und einem Diskussionsprogramm bieten. www.viennacontemporary.at

Messen & Märkte

Art Vilnius

60 Galerien aus etwa 20 Ländern haben sich zur Art Vilnius angekündigt (25. bis 28. Juni 2015). Für eine VIP-Preview ist der 25. Juni (14-20 Uhr) reserviert. Einen Länderschwerpunkt bildet diesmal die Ukraine mit ihrer zeitgenössischen Galerien-Szene. Wie schon im vergangenen Jahr, so stellt auch diesmal die Lewben Art Foundation ihre private Sammlung in einer Sonderschau vor. www.artvilnius.com

Aktionen & Projekte

Synagoge Stommeln

Die Synagoge im Pulheimer Ortsteil Stommeln ist eine der wenigen Synagogen in Deutschland, die während der Pogrome von 1938 nicht zerstört wurden. Seit 1991 findet dort einmal jährlich das Kunstprojekt Synagoge Stommeln statt. Ein Künstler kann während der Sommermonate in oder am Gebäude eine ortsbezogene Arbeit realisieren. Bis zum 26. September 2015 istbder Wuppertal lebende Künstler Tony Cragg in der Synagoge zu Gast. „In seinen Skulpturen verbinden sich natürlich-organische Formgebung mit ästhetischer Innovation. Das Ergebnis definiert den umgebenden Raum neu – denn zugleich wird der Betrachter neu im Raum verortet.“ Als Bildhauer lenkt Cragg mit seinem aktuellen Beitrag die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Innere des Gebäudes. www.synagoge-stommeln.de

Aktionen & Projekte

Ostrale

Vom 10. Juli bis zum 27. September 2015 findet in Dresden wieder eine „Ostrale“-Ausstellung statt. Das diesjährige Motto lautet: „Handle with care“. Aus den Bewerbungen von über 600 Künstlern hat die Jury ein Programm mit rund 500 Exponaten ausgewählt. „Neben dem künstlerischen Blick nach Afrika und Asien, der Auseinandersetzung mit dem Verfall bzw. dem Erhalt unserer (Um-)Welt legen die Veranstalter den Fokus zur O15 auf Graffiti und UrbanArt. Zum 9. Mal präsentiert die OSTRALE auf über 20.000 qm Ausstellungsfläche in den Räumen des ehemaligen Erlwein-Schlachthofensembles die Werke von jungen Nachwuchstalenten neben denen international bereits anerkannter Künstler.“ Die Europäische Kulturstiftung Pro Europa vergibt im Rahmen der Veranstaltung einen Europäischen Kulturpreis und einen Förderpreis (3.000 Euro). Die Verleihungs-Zeremonie findet am 2. Oktober 2015 in der Dresdner Frauenkirche statt. Die Ostrale unterstützt auch die „Initiative weltoffenes Dresden #WOD“. Das ist „ ein Zusammenschluss von Dresdner Kulturinstitutionen für ein fremdenfreundliches Dresden, das stolz ist auf eine Kultur des Miteinander.“ www.ostrale.de.

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