• Analog zum Text entstandene Visualisierungen von Roland Schappert
  • 2013 bis Mai 2015 das teuerste je öffentlich versteigerte Kunstwerk: Francis Bacon, Three Studies of Lucian Freud, 1969, Öl auf Leinwand, © The Estate of Francis Bacon. All rights reserved / 2015, ProLitteris, Zürich.
  • Frans Hals (1582-1666), Tieleman Roosterman, 1634, Öl auf Leinwand, © Christie‘s
  • Liebe ist kälter als das Kapital. Eine Ausstellung über den Wert der Gefühle, Kunsthaus Bregenz, 2013; PASCALE MARTHINE TAYOU, Empty Gifts, 2013, © Künstler und Kunsthaus Bregenz, Foto, Markus Tretter
  • Installationsansicht Olafur Eliasson - Werke aus der Sammlung Boros 1994-2015, Langen Foundation 18.4. – 18.10.2015, Fotos: © NOSHE © Olafur Eliasson.
  • OLAFUR ELIASSON, Din blinde passager, 2010, ARKEN Museum of Modern Art, Copenhagen, 2010. Courtesy of the artist; neugerriemschneider, Berlin; and Tanya Bonakdar Gallery, New York © Olafur Eliassion
  • TINO SEHGAL (vorn) und Interpreten seiner Aufführungen vor dem Martin-Gropius-Bau, Berlin, Juni 2015. Foto: Mathias Völzke
  • Smart Life in the City, MAK-Ausstellungshalle, Ausstellungsansicht, VIENNA BIENNALE 2015, © Peter Kainz/MAK
  • Installationsansichent Carlos Bunga „Constructive Construction“ Fotos: © Max Glauner
  • Eingang zur Documenta-Halle mit dem Tagungsplakat. Foto: Ingo Arend

Band 235

Kunsturteil

Herausgegeben von Roland Schappert

Direkte oder indirekte Urteile fällt fast jeder, der mit Kunst in Berührung kommt. Einer begründeten Bewertung von Kunst, unter Angabe von eigenen Fragestellungen, Interessen oder Kriterien, kann man ausweichen, was auch oft genug der Kunstkritik vorgeworfen wird. Dem Kunsturteil lässt sich dagegen kaum entkommen, solange man nicht schweigt und jeder selbstbestimmten Betrachtung aus dem Weg geht. Wer über einzelne Kunstwerke nachdenken möchte, muss individuelle Urteile treffen. Wer ein Kunstwerk bloß erfahren oder kaufen möchte, urteilt auch. Nach welchen Kriterien werden aber heutzutage die Werke ausgewählt, die man weitergehend erfahren möchte oder deren Anschauung und Erkenntnismöglichkeiten vielleicht auch von persönlichem Interesse sein könnten? Zwölf Autoren fokussieren zahlreiche Aspekte des Umgangs mit zeitgenössischer Kunst und nähern sich dem Problem der Beurteilung von ganz verschiedenen Seiten aus: Rechtfertigen versteckte Geschmacksurteile einen Neokonzeptuellen Style? Oder ist das individuelle Urteil am Ende, weicht es einer friedlichen Embeddedness, ersetzen der Stellenwert hoher Marktpreise, Klicks und Follower das Risiko des eigenen Urteilens? Wo stehen wir mit der Kunst?
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Biennalen

Venedig: neuer Direktor

Alejandro Aravena ist neuer Direktor der Architektur-Biennale von Venedig 2016. Die Veranstaltung findet dort vom 28. Mai bis zum 27. November 2016 statt. Aravena studierte Architektur in Chile und nahm bereits als Student 1991 an der Venice Prize-Ausstellung zur damaligen Architektur-Biennale teil. Mit seinem 1994 gegründeten Architektur-Büro schuf er ab 1998 markante Schul- und Universitätsgebäude, war von 2000 bis 2005 auch Professor an der Harvard University. 2006 wurde er Executive Director von ELEMENTAL S.A., einem Unternehmen, das sich auf Infrastrukturplanung, Transportwesen und die Gestaltung öffentlicher Räume spezialisiert hat.

Aktionen & Projekte

Eiskellerforschungen

Der Kunstverein „Gesellschaft für zeitgenössische Konzepte e.V.“ ist deutscher Partner im „Main Project of the Baltic House 2016-18“. Aktuelles Projekt ist eine Erforschung von alten Eiskellern in schleswig-Holstein, deren bisherige Ergebnisse im Projektbuch „Eiskeller und Himmelslöcher“ dokumentiert sind. Im vergangenen Winter führte Sabine Linse an solch einem Eiskeller auf Gut Hemmelmark in Barkelsby Dreharbeiten für ihren achtstündigen Film „Rites de Passage II“ durch. Linse begreift dies als „künstlerisches Forschungsprojekt zu den Themen 'Transformation', 'Verwandlung', 'Übergangsriten'. „Der Verweis auf das 1909 erschienene Buch 'Les rites de passage' des französischen Ethnologen Arnold van Gennep (1873-1957) webt sich wie ein unsichtbarer Faden in das Kunstprojekt...ein... Mit ihrer Intervention an diesem entlegenen Ort... greift Sabine Linse auf ein spätmittelalterliches Gemälde zurück: das 'Jüngste Gericht' (1485-1505) von Hieronymus Bosch. In der unteren Hälfte der rechten Tafel des Triptychons befindet sich der Eingang zur Hölle, den der Weltenrichter für die Sünder und Verdammten reserviert hat. Im Rahmen ihrer Beschäftigung mit dem Eiskeller auf Gut Hemmelmark hat Sabine Linse eine assoziative Identifikation des Eiskellerhöhleneingangs mit dem zur Schwelle der Neuzeit von Bosch entstandenen Endszenarios vorgenommen und gedanklich mit den Analysen des Ethnologen van Gennep verbunden... Die Licht-Nebel-Sound-Installation verwandelt den Eingangsbereich des Eiskellers zu einem unbetretbaren Ort der Transformation. Im Gang des Eiskellers sorgen eine Nebelmaschine und Rotlichter dafür, dass man nicht ins Innere des Berges sehen kann...Der Eiskeller auf Gut Hemmelmark gehört zu den wenigen Eiskellern, die in ihrer Form noch erhalten sind. Sein Inneres ist nicht betretbar. Ein Sturm hatte einst das Gewölbe zum Einsturz gebracht...“ Eine erste (und bislang einzige) Präsentation des Films findet auf Gut Hemmelmark am 8. August 2015. Die Installation ist nur an diesem Abend zugänglich. www.sabinelinse.de.

Aktionen & Projekte

KONTAKTE und KOLLEKTIV: Klangkunst und elektronische Musik

Zwei Veranstaltungen mit Avantgardemusik kündigt die Berliner Akademie der Künste an: KONTAKTE '15 bietet als Internationales Festival für elektronische Musik und Klangkunst Konzerte, Klanginstallationen, Film, Lectures. Termin: 25. – 27. September 2015. Das Festival versteht sich "als ein Netzwerk von experimentellen und etablierten Strukturen an der Schnittstelle zwischen Klangkunst, Komposition, Film, Performance und Diskurs. Neben Werken junger Komponisten und Uraufführungen gehören auch Werke der Nachkriegs¬avantgarde wie Stockhausens 'Kontakte' und Blachers 'Multiple Perspektiven' zum dreitägigen Programm. Zudem werden Georg Katzers CD 'Elektroakustische Kompositionen aus vier Jahrzehnten' exklusiv vorgestellt. - Unter dem Label KOLLEKTIV finden Konzerte mit dem Ensemblekollektiv Berlin statt, und zwar am 3. und 4. Oktober 2015. Vier Ensembles – Ensemble Adapter, Sonar Quartett, Ensemble Apparat, ensemble mosaik – haben sich zu einem gemeinsamen Klangkörper zusammengeschlossen und "erweitern somit ihre bisherige spielerische Existenz durch eine kollektive Dimension." Im Unterschied zu den vergangenen Konzerten stellt dieses Programm die Formationen sowohl separat als auch in Kammerorchester-Stärke vor," so dass unmittelbar zwischen den Teilspektren und dem Gesamtklang verglichen werden kann". Veranstaltungsinformation: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin, Tel. 030 20057-2000. KONTAKTE: Festivalpass 23/15 Euro, Tagesticket 12/8 Euro Tickets KOLLEKTIV: Abendticket jeweils 15/10 Euro, ticket@adk.de

Aktionen & Projekte

Schult-Rallye

1970 fuhr der Aktionskünstler HA Schult mit einem Citroën 2 CV (Volksmund. „Ente“) einen Monat lang Tag für Tag zwischen Hamburg und München hin und her – jedes Mal 1.000 km am Tag, übernachtete dabei in Kunstvereinen. Jetzt ist Schult als Beitrag zur Karlsruher Globale wieder auf Tour: bis zum 7. August 20156 will er in 52 Tagen 18.000 km zwischen Paris und Peking zurück gelegt haben. Begleitet wird er dabei von einer Web-Kamera: im Karlsruher ZKM-Gebäude kann das Publikum mitverfolgen, wie Schult für seine „Aktion Blue“ unterwegs aus Seen und Flüssen Wasserproben entnimmt und damit „biokinetische Bilder“ schafft. Solche Bilder stellte er als „Umweltkünstler“ bereits Ende der 1960er Jahre aus. Einem breiteren Publikum wurde er in den 1970er Jahren mit seinen spektakulären Aktionen bekannt, die den Müll der Konsumgesellschaft und den Automobil-Wahn kritisch hinterfragten: zur documenta 1977 übertrug die „Tagesschau“ live eine Aktion, bei der HA Schult ein Flugzeug über einer New Yorker Müllhalde abstürzen ließ. www.haschult.de

Aktionen & Projekte

Projekte machen

Normalerweise wird auf Bühnen nur das Endprodukt eines kreativen Prozesses gezeigt. Im MuseumsQuartier Wien ist nun erstmals der Anfang von Projekten live zu erleben – in der neuen Veranstaltungsreihe „Die Projektemacher*innen“ – 4 Szenen des Entwerfens“. Die Arbeitsgespräche finden bei freiem Eintritt im MQ Haupthof statt. Den Auftakt machen am Samstag, den 5. September 2015 der designierte neue Direktor der Wiener Festwochen Tomas Zierhofer-Kin und seine Dramaturgin Nadine Jessen (Kampnagel Hamburg) sowie der Regisseur und Dramaturg Johannes Maile (u. a. WUK, donaufestival). Interessierten wird damit die Möglichkeit geboten, bei der Planung von künstlerischen und wissenschaftlichen Projekten von Beginn an live vor Ort dabei zu sein, mit zu diskutieren und Fragen zu stellen. www.mqt.at

Aktionen & Projekte

Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg

„[7P] – [7] Orte [7] Prekäre Felder" lautet das Thema des diesjährigen Festivals in Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg vom 18. September bis zum 15. November 2015. In Mannheim nehmen die Kunsthalle Mannheim, Port25 – Raum für Gegenwartskunst und ZEPHYR – Raum für Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen teil. In Ludwigshafen sind das Wilhelm-Hack-Museum und der Kunst¬verein Ludwigshafen vertreten. Die Ausstellungsorte in Heidelberg sind der Heidelberger Kunstverein und die Sammlung Prinzhorn. Kurator ist Urs Stahel. Er wählte für seine Themen-Felder die Stichworte [7.1] High-Tech, Logistik & Migration, [7.2] Gewalt und Zerstörung, [7.3] Urbanismus & Real Estate, [7.4] Geld und Gier, [7.5] Wissen, Ordnung, Macht, [7.6] Ich-Fest & Selbst-Stress und [7.7] Kommunikation und Kontrolle aus. www.fotofestival.info

Aktionen & Projekte

Salzburg/Graz: Doppelausstellung mit AA Bronson

Der Salzburger Kunstverein und der Grazer Kunstverein führen zwei zeitgleiche Ausstellungen mit AA Bronson durch. AA Bronson ist in diesem Projekt Künstler und Kurator zugleich. Beide Ausstellungen zeigen seine eigenen Werke, gemeinsame Arbeiten mit anderen Künstlern, Performances und Kunstwerke seiner Freunde. Er ist Pionier einer kollaborativen Kunstpraxis und das letzte noch lebende Gründungsmitglied des Kollektivs General Idea (1967-1994). Seine Ausstellung „Garden of Delights“ läuft im Salzburger Kunstverein vom 19. September 2015 bis zum 22. November 2015. Die Grazer Ausstellung heißt „Sacre du Printemps“ (26. September 2015 bis 29. November 2015). Ein Interview mit AA Bronson ist in "Kunstforum" Bd. 232 nachzulesen. www.salzburger-kunstverein.at., www.grazerkunstveein.org.

Museen & Institutionen

Duisburg: Erweiterungsbau

Das Architekturbüro Herzog & de Meuron hat die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für den Erweiterungsbau des MKM Museum Küppersmühle in Duisburg abgeschlossen. „Der neue Erweiterungsbau verlängert das MKM ebenerdig in Richtung der Autobahn. Er orientiert sich hinsichtlich Gebäudevolumen, Höhe und dem Fassadenmaterial Ziegel eng am Bestand des MKM.“ Der Baubeginn ist für Mitte 2016 angekündigt, die Fertigstellung für Ende 2018. Das Vorhaben wird von den Sammlern Sylvia und Ulrich Ströher vollständig finanziert. Die Ausstellungsfläche wird um ca. 2.500 qm erweitert, so dass die Sammlung mit Kunst seit 1950 künftig in weitaus größerem Umfang präsentieren werden kann. www.stiftungkunst.de

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