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Band 245

Kunst lernen?

Akademien und Kunsthochschulen heute

Wie bilden Kunstakademien heute aus? Während Hochschulgremien weltweit Curricula entwerfen, Abschlüsse internationalen Standards anpassen und Promotionsstudiengänge für Künstler einführen, tauchen Studenten auf der ganzen Welt in das Experiment eines Kunststudiums ein.


Der vorliegende Themenband spürt Ausbildungsorten weltweit nach, von Südostasien über Afrika, den Nahen Osten, Europa, Lateinamerika und den U.S.A, an denen gedacht, gemacht und geforscht wird. Besonderen Raum in den Berichten und ergänzenden Gesprächen mit Studenten, Dozenten, Alumni, Künstlern und Museumskuratoren nahmen die zentralen Fragen nach dem Verhältnis zwischen handwerklichem Tun und theoretischer Reflexion sowie zwischen Können und Wissen in den unterschiedlichen Lehrmodellen ein – mit der Absicht, ein möglichst breites Spektrum zu eröffnen, das Affinitäten und Differenzen zwischen den unterschiedlichen Kulturen im Umgang mit Techniken und Handwerk greifbar macht. Dabei soll herausgestellt werden, welche Bedeutung Akademien und Kunsthochschulen der Ausbildung von Materialfertigkeiten in der Lehre heute zuschreiben.


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Aus diesem Band

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Biennalen

Athen Biennale

„Warten auf die Barbaren“ lautet das Thema der 6. Athen Biennale 2017/2018. Kuratoren sind Heart & Sword Division, eine Gruppe von Künstlern, Kuratoren und Theoretikern. Sie nehmen sich für die „Warte“-Aktivitäten ab April 2017 ein Jahr Zeit und präsentieren die Ergebnisse dann im April 2018 in einer Ausstellung. Dabei greifen sie das aktuelle Documenta-Motto auf und fragen, ob und wie denn ein „Lernen von Athen“ möglich sei. Was leisten Vokabeln wie „Erziehung“, „Freiheit“, „Norden“, „Süden“, „queer“ oder „einheimisch“ in signifikanter Weise für die zeitgenössischen kulturellen Debatten? Die Istanbul-Biennale 2013 hatte das Motto „Mutter, bin ich ein Barbar?“: hier wurde die Figur des „Barbaren“ als Gegenbild zur zivilen, d.h. bürgerlichen Identität definiert, und auch die irische EVA-Biennale 2016 war mit „Still /The) Barbarians“ betitelt, als Diskussion für Irland als Testfall für die moderne europäische Kolonialisation. Dazu erklären die Macher der Athen-Biennale: „Der Barbar ist weder der ominöse Andere, der Flüchtling, der Migrant, der Muslim, noch der exotisierende und erotisierende Orientalist, die 'Bedrohung' des 'Nordkolonialisten'. Dennoch ist der Barbar näher als je zuvor. Wir sind keine Gastgeber, aber wir laden die Barbaren ein.“ Ab dem 15. April findet schon mal eine Aktions-Reihe unter dem Titel "Documena" statt, auf die sich die Teilnahmer an den Tagen davor mit einer "Klassenfahrt" vorbereiten. http://athensbiennale.org

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Personalien

Trisha Brown gestorben

Trisha Brown, amerikanische Choreografin und Tänzerin, starb im Alter von 80 Jahren. 1961 kam sie nach New York und gehörte dort zu den Gründern des avantgardistischen Ensembles „Judson Dance Theater“. Dort arbeitete sie auch mit Yvonne Rainer zusammen – beide gelten als wichtigste Vertreterinnen des postmodernen Tanzes. Trisha Brown gründete 1970 eine eigene Tanzschule und prägte mehr als dreißig Jahre lang diese Stilrichtung. „Einer ihrer Schwerpunkte im Tanz war die Schwerkraft. Ihre Tänzer ließ sie gerne über Dächer und Fassaden gleiten. Oftmals ließ sie sich von alltäglichen Bewegungen sowie von experimenteller Musik inspirieren“, schreibt „ZEITonline“ in einem Nachruf. Brown arbeitete oft mit Künstlern wie Donald Judd und Robert Rauschenberg zusammen. „Am Ende ihrer Schaffensperiode zeigte sich Brown als vollendetes Genie. Sie konnte jede Musik in eine visuelle Ordnung verwandeln, so dass sie besser hörbar würde, so dass in der Inszenierung jenes Glücksgefühl, lebendig zu sein, sich über einen ganzen Abend erstreckte“, schreibt die FAZ über ihre künstlerische Lebensleistung.

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Ausschreibungen

Neues PEACE-Logo gesucht

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert vom 30. Juni bis zum 24. September 2017 eine Themenausstellung PEACE und verbindet dies mit einer Ausschreibung für ein neues PEACE-Logo. „Mit der Ausstel­lung Peace fragt die Schirn in diesem Sommer, wie Frie­den eigent­lich Geht – eine Frage, die in diesen Zeiten nicht drän­gen­der sein könnte. Unab­hän­gig davon, denken wir, ist es Zeit für ein neues Peace-Logo, ein Logo unse­rer Zeit, das unsere Vorstel­lung von Frie­den heute abbil­det“, so Philipp Demandt, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt.  „Die Darstellung von Frieden erschöpft sich oft in bekannter Symbolik: Tauben, Regenbogenfarben und mit Blumen geschmückte Gewehre. Die Schirn geht in der von Kurator Matthias Ulrich konzipierten diskursiven Gruppenausstellung PEACE einen anderen Weg und stellt vielmehr die Frage: Wie geht Frieden eigentlich? Dabei bietet die Ausstellung mit Arbeiten der internationalen Künstlerinnen und Künstler Pia Camil, Jan de Cock, Minerva Cuevas, Ed Fornieles, Michel Houellebecq, Surasi Kusolwong, Isabel Lewis, Lee Mingwei, Katja Novitskova, Heather Phillipson, Agnieszka Polska, Timur Si-Qin und Ulay“. Der LogoEntwurf kann eine Wort- oder eine Bildmarke sein. Preisgeld: 1.000 Euro bei Übertragung der Nutzungsrechte. Einsendeschluss ist der 8. Mai 2017 per Upload auf der Website der Ausstellung www.schirn.de/peace

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Aktionen & Projekte

NO SECRETS

Bis zum 16. Juli zeugt die Münchener ERES-Stiftung (Römersrtr. 15) die Ausstellung NO SECRETS! Reiz und Gefahr digitaler Selbstüberwachung. „Überall online und digital vernetzt, beklagen wir den Verlust unserer Privatsphäre. Schuld daran sind paradoxerweise wir selbst, die mit unseren täglichen, oft leichtfertigen Gewohnheiten diesen Verlust befördern... In dem Projekt 'No secrets!', das die ERES-Stiftung gemeinsam mit dem Münchner Stadtmuseum realisiert, beleuchten Wissenschaftler und Künstler das aktuelle Phänomen: Wie lässt sich die Bereitschaft zur Selbstüberwachung erklären?... Welche Gefahren birgt der Hang – oder Zwang – zur Transparenz? Gibt es in der digitalen Welt ein Recht auf Vergessen? Gezeigt werden zehn zeitgenössische Positionen, die sich mit Videos, Fotografie, Installationen und Textilarbeiten mit dem Thema Selbstüberwachung auseinandersetzen.“ Künstlerliste: Hasan Elahi, Ed Fornieles, Rafael Lozano-Hemmer, Manu Luksch/Martin Reinhart/Thomas Tode, Susan Morris, Matthias Oostrik, Trevor Paglen, Tactical Technology Collective, Unfit Bits (Tega Brain/Surya Mattu). www.eres-stiftung.de/  

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Dazu in Band 237 erschienen:

Can you hear me? Global Control and Censorship Weltweite Überwachung und Zensur

Die Ausstellung im Rahmen der GLOBALE, 2015 im ZKM Karlsruhe versteht sich auch als Bestandsaufnahme der rasanten Entwicklung des Internets während der vergangenen 15 Jahre.  

 

von Carmela Thiele

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Museen & Institutionen

Hamburg: #2 Help Me Hurt Me. Zwischen Fürsorge und Grausamkeit

Zur Sammlung der Hamburger Kunsthalle gehören u.a. Bruce Naumans Videoinstallation »Anthro/ Socio (Rinde Spinning)« (1992), Nan Goldins Diaarbeit »The Ballad of Sexual Dependency « (1992) und Gerhard Richters Bilderzyklus »S. mit Kind« (1995). „Sie setzen sich auf eindrückliche Weise mit dem Menschen als Gemeinschaftswesen auseinander.“ Die Ausstellung „HONEY, I REARRANGED THE COLLECTION #2 Help Me Hurt Me. Zwischen Fürsorge und Grausamkeit“ vom 7. April bis zum 7. Januar 2018 setzt sich „auf eindrückliche Weise mit dem Menschen als Gemeinschaftswesen auseinander... Sie lotet das Spannungsfeld von »Hilfe« und »Verletzung« aus, das zwischenmenschliche Beziehungen charakterisiert.“ Die Präsentation ist Bruce Nauman ist zum 75. Geburtstag gewidmet. www.hamburger-kunsthalle.de

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Dazu in Band 198 erschienen:

Länderpavillons 53. BIENNALE VENEDIG: USA: Bruce Nauman - Topological Gardens Kurator:Carlos Basualdo, Michael R. Taylor / Ort: Giardini

Der angestammte Pavillon in den Giardini war den Amerikanern nicht groß genug. Nicht groß genug für den Künstler, den sie zur diesjährigen Biennale ins Rennen schicken wollten. Bruce Nauman gilt unbestritten als einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart. Bereits fünfmal war er auf der Biennale in Venedig vertreten, 1999 erhielt er dort den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk.

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Museen & Institutionen

Karin Sander in Leipzig: Audiotour

Unter dem Titel "ZEIGEN" bietet die GFZK-Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig bis zum 18. Januar 2018 eine von Karin Sander konzipierte Audiotour an. Sander hat andere Künstler, die in der Sammlung mit einem Werk vertreten sind, zu einem akustischen Beitrag eingeladen. Das Projekt basiert "auf einer seit 2004 von der Künstlerin speziell für einen jeweiligen Ort zusammen getragenen, hörbaren Werksammlung, welche in verschiedenen Museen und Institutionen gezeigt wurde, u.a. in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, der Temporären Kunsthalle Berlin, im Museum Abteiberg Mönchengladbach, in der Nikolai Konsthall Kopenhagen und in der Kunsthalle Karlsruhe." In Leipzig sind die Namen der 150 beteiligten Künstler "zusammen mit jeweils einer Kennzahl auf der weißen Wand des ansonsten „leeren“ Ausstellungsraums". Wer die Ausstellung besucht, kann auf diese Weise "die einzelnen Beiträge über einen Audioguide abrufen" - eine Vorstellung von dem erläuterten Werk entsteht nur im Kopf. www.gfzk.de

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Dazu in Band 230 erschienen:

Karin Sander: Unendliches Potential. Ein Monografie von Sabine Elsa Müller

Während anderswo Materialschlachten geschlagen werden, kommt Karin Sander mit sehr wenig zurecht. Manche ihrer Ausstellungen wirken wie leergefegt. Wenn z.B. anstelle der Exponate nur die Namen der eingeladenen Künstler an den Wänden befestigt sind. Über die dazugehörigen Nummern lassen sich per Audioguide kurze Textbeiträge der jeweiligen Künstlerinnen und Künstler zu ihren eigenen Werken abhören.

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Museen & Institutionen

Carl Spitzweg und Erwin Wurm in Leopold Museum

Rund 130 Jahre nach seinem Tod präsentiert das Leopold Museum im Wiener Museumsquartier die erste umfassende Ausstellung des deutschen Malers Carl Spitzweg (1808–1885) in Österreich. Entgegen der mit dem Biedermeier verbundenen Vorstellungen von Beschaulichkeit und kleinbürgerlicher Idylle legt die Ausstellung den Schwerpunkt auf dessen gesellschafts- und zeitkritisches Werk. „Zwar war Spitzweg kein Vertreter einer aktiven Partizipation in Bezug auf politische Auseinandersetzungen, aber ein reflektierter, manchmal bissiger Kommentator, der die Brüche und Konflikte seiner Zeit künstlerisch dokumentierte. Gleichzeitig erschließt die Auseinandersetzung mit Spitzwegs Werk die Aktualität seiner Themen, die sich in der „Generation Biedermeier“ des 21. Jahrhunderts wiederfinden und durch präzise gesetzte Interventionen von Erwin Wurm verdeutlicht werden.“ www.leopoldmuseum.org.

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Museen & Institutionen

Hamburger Bahnhof: moving is in every direction.

Die Ausstellung „moving is in every direction. Environments – Installationen – Narrative Räume” im Hamburger Bahnhof Berlin dokumentiert bis zum 17. September 2017 die Geschichte der Installationskunst von den 1960er-Jahren bis heute. Dabei liegt der Fokus auf erzählerischen Strukturen. „Auf ca. 3.500 qm Ausstellungsfläche werden u.a. Werke von Joseph Beuys, Marcel Broodthaers, Peter Fischli/David Weiss, Isa Genzken/Wolfgang Tillmans, Ilya Kabakov, Bruce Nauman, Susan Philipsz, Pipilotti Rist, Bunny Rogers, Gregor Schneider, Thomas Schütte, Christopher Kulendran Thomas und Wolf Vostell gezeigt. Damit widmet sich die Ausstellung der Thematik erstmals in Deutschland in diesem Umfang. In der Bewegung... erschließen sich... begehbare,  raumgreifende Environments, Video- und Soundinstallationen sowie eigens entstandene medienübergreifende Werke. Ein Ausgangspunkt für die Erkundung der skulpturalen Anordnungen, Bildfolgen oder räumlich inszenierten Narrationen ist die von Gertrude Stein beschriebene nicht-lineare Erzählstruktur, auf die der Ausstellungstitel verweist. In ihren 1934/1935 vor Studenten in Chicago gehaltenen Vorträgen über das Erzählen heißt es: 'ein Gefühl daß irgend etwas fortschreitend vor sich geht gibt es gegenwärtig nicht, Bewegung erfolgt in jeder Richtung Anfang und Ende ist nicht wirklich erregend, alles ist alles, alles geschieht und jeder kann jederzeit wenn etwas geschieht alles erfahren'. Historisch bewegt sich die Ausstellung von Allan Kaprows 1958 eingeführten „Environments“ über die „Situations“ von Dan Flavin oder Wolf Vostells „Räume“ der 1960er- und 1970er-Jahre bis hin zu der in den 1980er-Jahren etablierten 'Installation Art'. Der bis in die Gegenwart geltende Begriff „Installation“ setzte sich als Bezeichnung für eine den gesamten Raum gestaltende künstlerische Arbeit durch, wobei die jüngste Künstlergeneration wie selbstverständlich physischen und virtuellen Raum verbindet...“ http://www.smb.museum/en/museums-institutions/hamburger-bahnhof/home.html

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Galerien & Auktionshäuser

Metamorphosis

Als Metamorphosis beschreibt der römische Dichter Ovid Verwandlungen der Götter, Heroen, Menschen, Pflanzen und Tiere. Dieser Begriff dient auch als Titel zu einer Ausstellung an drei Standorten, deren Teilnehmer sich auf individuelle Weise mit dem Thema der Verwandlung von Formen, Materialien, Körpern, Ideen und Substanzen beschäftigen. In ihren Werken tauchen ambivalente Tiergestalten, rätselhafte Mischwesen und Kreaturen aus recycelten Alltagsobjekten auf. Ausstellungsorte sind die Arthena Foundation Düsseldorf (bis 27. Mai 2017), Galerie Guido W. Baudach Berlin (bis 15. April 2017) und dann die Galerie SVIT in Prag (5. Juni bis 9. Juli 2017). Künstlerliste: Mary-Audrey Ramirez, Habima Fuchs, Thomas Helbig, Reanud Jerez, Kris Lamsalu. Kurator ist Felix Zdenek.

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Museen & Institutionen

Düsseldorf: Lipchitz-Schenkung nun zugänglich

2013 und 2015 erhielt das Düsseldorfer Museum Kunst Palast zwei Schenkungen durch die Jacques and Yulla Lipchitz Foundation und ihren Präsidenten Hanno D. Mott: es handelt sich dabei um das finale Gipsmodell der Skulptur „David und Goliath“, sechs weitere Gipsobjekte und zwei Konvolute von insgesamt 27 Zeichnungen von Jacques Lipchitz. In der Düsseldorfer Sammlung bildet das Werk von Lipchitz neben jenem von Henri Laurens den wichtigsten Bestand eines kubistischen Bildhauers. „Seine Werke stellen im Kontext mit Skulpturen von Alexander Archipenko, Rudolf Belling, Wilhelm Lehmbruck, Ernst Barlach, Käthe Kollwitz eine ausgezeichnete Stärkung der modernen Skulpturensammlung des Museums dar. Das ausgeprägt politisches Engagement von Jacques Lipchitz findet ein sinnvolles Echo in den Sammlungsschwerpunkten der politisch engagierten rheinischen Kunst der 1920-er und 1930-er Jahre (Seiwert, Hoerle, Schwesig, Ludwigs u. a.), die sich auch in der Nachkriegskunst deutlich fortsetzt (Beuys, Alvermann, Reinecke).“ Nach Abschluss der restauratorischen Aufarbeitung ist die gesamte Werkgruppe nun in der ständigen Sammlung öffentlich zugänglich.

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Museen & Institutionen

Essen: Richter-Editionen

Aus Anlass von Gerhard Richters 85. Geburtstag präsentiert das Museum Folkwang Essen vom 7. April bis zum 30. Juli 2017 erstmals seine sämtlichen Editionen in einer großen Einzelausstellung. Zu sehen sind über 170 Werke, darunter Gemälde, Objekte, Fotografien, Künstlerbücher und Drucke. Gerhard Richter befasst sich seit 1965 kontinuierlich mit Drucken, Fotografien, Objekten und Gemälden als Auflagenkunst, „um seine Bilderfindungen neu zu interpretieren und gleichzeitig zu verbreiten. Schon seine ersten Editionen zeigen, dass er Fragestellungen, die ihn in der Malerei beschäftigen, auch in der Druckgrafik formuliert, auf neue und überraschende Weise: Fragen nach dem Verhältnis von Original und Reproduktion, nach den Eigenschaften von Malerei und Fotografie und nach der Lesbarkeit der Motive.“. Der Künstler „lotet in den Editionen die Möglichkeiten unterschiedlicher Medien und Gattungen aus... In dem Maße, wie Richters malerisches Werk sich entwickelt, reflektieren auch die Editionen seine Sujets, Konzepte und künstlerischen Strategien. Neben Familienbildern­ und Fotografien aus Zeitungen und Magazinen (z.B. 'Flugzeug II', 1966) verwendet der Künstler vermehrt auch eigene Aufnahmen als Vorlage. So griff er für die Edition 'Ella' von 2014 auf ein 2006 aufgenommenes Foto seiner Tochter zurück.“ www.museum-folkwang.de

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Dazu in Band 245 erschienen:

Gerhard Richter - Neue Bilder. Museum Ludwig 09.02 – 01.05.2017 von Martin Seidel

Gerhard Richter, der Unausweichliche. Seit Jahren folgt eine Großausstelllung der nächsten. 2015/2016 versetzte der Birkenau-Zyklus die Kunstwelt in Aufregung. Nach einer kürzeren Auszeit begab sich Richter, der erfolgreichste und bestbezahlte Maler unserer Zeit, 2016 wieder an die Arbeit.  Die von ihm selbst konzipierte Ausstellung im Museum Ludwig zu seinem halbrunden 85. Geburtstag verbindet diese neuesten Arbeiten mit separat präsentierten Richter-Werken aus dem Museumsbestand.

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Museen & Institutionen

Kunsthalle Tübingen wieder geöffnet

Nach umfangreichen Umbauarbeiten ist die Kunsthalle Tübingen ab dem 11. März 2017 wieder geöffnet mit vergrößerter Fläche und mit neuem Ausstellungsprogramm unter der künstlerischen Leitung von Dr. Holger Kube Ventura ihren Betrieb wieder aufgenommen. Derr Schwerpunkt liegt jetzt auf der zeitgenössischen Kunst. Bis zum 11. Juni 2017 ist die thematische Gruppenausstellung „Kapitalströmung“ zu sehen. „Sie umfasst Werke in den Medien Fotografie, Zeichnung, Malerei, Video, Skulptur und Installation, denen es um zeitgenössische Bilder von einer aus Kapitalströmen bestehenden Welt und von Karl Marx‘ diesbezüglichen Prognosen geht...“ www.kunsthalle-tuebingen.de

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Aktionen & Projekte

Kino der Kunst

Das Münchener Filmfestival „Kino der Kunst“ unter der künstlerischen Leitung von Heinz-Peter Schwerfel geht nun schon zum dritten Mal über die Bühne, und zwar vom 19. bis zum 23. April 2017 als Mischform zwischen Ausstellung und Filmprogramm. Die Veranstaltungen in diversen Münchener Kinos und Museen umfassen einen internationalen Wettbewerb, Sonderprogramme, Künstlergespräche und Multikanalinstallationen. „Untersucht wird das Verhältnis von bildender Kunst und Film, programmatischer Fokus ist der Umgang filmender Künstler mit Fiktion und Erzählung bei der Beobachtung heutiger Wirklichkeit.“ Zur Einstimmung wird im zeitlichen Vorfeld bereits ein „Zwischenspiel“ mit Interviews, Künstlergespächen, Filmen etc. geboten. www.kinoderkunst.de

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Museen & Institutionen

Richard Serra in Wiesbaden

Das Museum Wiesbaden präsentiert ab dem 17. März 2017 die Ausstellung Richard Serra – Props, Films, Early Works. "Gezeigt wird damit das Werk des diesjährigen Alexej–von-Jawlensky-Preisträgers. Der Alexej-von-Jawlensky-Preis wird zu Ehren des berühmtesten Künstlers der Stadt im fünfjährigen Turnus von der Landeshauptstadt Wiesbaden gemeinsam mit Spielbank und Nassauischer Sparkasse vergeben... Die Ausstellung im Museum Wiesbaden konzentriert sich auf Serras frühe Arbeiten, die sogenannten „Props“ oder „Prop pieces“, sowie filmische Arbeiten aus den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren. Bei beiden Werkgruppen steht die Handlung als künstlerische Aktion im Vordergrund. Das Stellen, Lehnen und letztlich auch Ausrichten der verwendeten Bleiplatten korrespondiert mit den einfachen Handlungen der filmischen Arbeiten." www.museum-wiesbaden.de

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Christian Keinstar im Lehmbruck Museum

Als Stipendiat der innogy Stiftung wurde Christian Keinstar eingeladen, im Rahmen der Ausstellungsreihe „Sculpture 21st“ für die dreiseitig verglaste Nordhalle des Lehmbruck Museum Duisburg "eine umfassende Präsentation zu entwickeln, in deren Zentrum jenes Projekt steht, das er ein Jahr lang im Rahmen des Stipendiums realisiert hat und das einen existenziellen Metallguss in ungeahnter Weise umsetzt". Im Zentrum der Präsentation "steht ein spektakulärer, existentieller Kreislauf: Ein Kopfguss in seltenem Metall wird langsam zum Schmelzen gebracht, in einer Gussform gesammelt, um sich wieder als Kopf neu zu formieren und zu zerfließen … Solche verblüffenden Effekte erzielt Keinstar auch in anderen Ausstellungsstücken, die ungewöhnliche Materialien und Prozesse von Fragmentierung, Dynamisierung und Transformation zeigen." Laufzeit: 6. April bis 18. Juni 2017. www.lehmbruckmuseum.de

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Aus dem Archiv

„KUNSTFORUM ist ein Magazin, das so gut wie jedes Thema, das wichtig ist, beackert hat, und es ist so umfangreich, dass ich manchmal noch einmal in Heften von vor zehn Jahren schaue, und nicht selten erweist sich KUNSTFORUM als eine Fundgrube…“ (Kaspar König)

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