• MARTIN KIPPENBERGER, Dialog mit der Jugend, 1981/82, Acryl auf Holz, 59 x 60 cm. Courtesy Estate Martin Kippenberger
  • GERT WOLLHEIM, Der Verwundete, 1919, Öl auf Holz, 158 x 174 cm, Privatbesitz Berlin
  • PERRY KRETZ, Kabilas Befreiungssoldaten haben Zaire erobert. Ein Kämpfer fischt Maschinengewehre aus dem Pool des geflohenen Mobutu-Sohnes, 1997, Farbfotografie, Maße variabel, Courtesy the artist
  • MARTHA ROSLER, Ohne Titel, 1967-1972, aus der Serie „Bringing the War Home: House Beautiful“, Fotocollagen, je 60 x 50 cm, Sammlung Falckenberg, Hamburg
  • FRANCIS ALŸS, The Green Line (Sometimes Doing Something Poetic Can Become Political and Sometimes Doing Something Political Can Become Poetic), 2004, Video / DVD / Installation, Los Angeles County Museum of Art, © Francis Alÿs
  • HALIL ALTINDERE, Wonderland, 2013, Video, 8:25 min., Courtesy Pilot Gallery, Istanbul
  • SUZANNE OPTON, Soldier: L. Jefferson – Length of Service Undisclosed, aus der Serie „Soldier“, 2006–2010, Fotografie, Courtesy the artist
  • YEVGENIA BELORUSETS, aus der Serie: A room of my own, 2011/2012, Fotografien, Mixed Media, Maße variabel
  • JAKOB LENA KNEBL, Pablo, 2012, Digiprint, Maße variabel, Foto: Georg Petermichl
  • HORST MÜNCH, Meine Ohnmacht ist mein Ursprung, 1996, Acryl auf Leinwand, 200 x 220 cm. Foto Lothar Schnepf, Köln
  • KARIN SANDER, Museumsbesucher 1:8, Labor K20, 2010, K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 2010–2011, 3D-Bodyscans der lebenden Personen in ihren jeweils ausgesuchten Farbtönen, monochromer 3D-Druck, Gipsmaterial, Maßstab 1:8; Höhe: je ca. 10–22 cm , Regal: 240 x 1200 x 30 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Dauerleihgabe aus Privatbesitz, Frankfurt, am Main. Foto © Achim Kukulies
  • ALLEN JONES, Hat Stand, 1969, Mixed Media, 191 x 108 x 40 cm, London, Privatsammlung, Courtesy of the artist, © Allen Jones
  • CLAUDIA MÄRZENDORFER, perfektes Verschwinden, 2000, Installation, Objekte aus gefrorenem Wasser, Tinte. Foto: Claudia Märzendorfer
  • Raumansicht der Ausstellung Mariana Castillo Deball - Parergon, Fotos: T.W. Kuhn
  • PLASTIQUE FANTASTIQUE, Aeropolis. Foto: Roman Mensing © Urbane Künste Ruhr
  • ERNESTO NETO, Falling Dream, 2014, Installationsansicht Arp Museum Bahnhof Rolandseck 2014, © Ernesto Neto 2014, Foto: Mick Vincenz

Band 230

Konflikte

Zur existentiellen Notwendigkeit von Kunst
Herausgegeben von Oliver Zybok

Konflikte können sich in vielfältiger Art und Weise zeigen, im zwischenmenschlichen Feld oder im globalen Rahmen zwischen Kulturen und Nationen. So verwundert es kaum, dass der Konfliktbegriff aufgrund der Vielzahl an Themen und der großen Anzahl der Beteiligten sehr diffus und undurchschaubar wirkt. Der vorliegenden Themenband versucht einen kleinen Überblick über die enorme Bandbreite zu vermitteln. Eine Ursache für die Konflikte unserer Zeit, von den ökologischen Fragen über die Finanzkrise bis hin zu den unzähligen Kriegen der Gegenwart, sieht der Philosoph Jacques Rancière in einem ambivalenten Demokratieverständnis: »Wenn seit Aufkommen des Wortes ›Demokratie‹ Einigkeit herrschte, dann darin, daß es verschiedene und gegensätzliche Dinge zum Ausdruck bringt: Das beginnt mit Platon, nach dem die Demokratie keine Regierungsform ist, sondern lediglich ein Vergnügen für Leute, die darauf erpicht sind, sich zu verhalten, wie sie wollen. Es wird fortgesetzt durch Aristoteles, der die Demokratie für eine gute Sache hält, solange man die Demokraten daran hindert, sie auszuüben und taucht schließlich bei Churchill wieder auf, die Demokratie sei die schlechteste aller Regierungsformen, mit Ausnahme aller anderen.«

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Messen & Märkte

Arco Madrid

212 Galerien sind zur Arco Madrid zugelassen (25. Februar bis 1. März 2015). Von ihnen bestreiten 160 das Hauptprogramm. Die anderen teilen sich auf die Spezialsektoren „Arco Colombia“, „Opening“ und „Solo Projekte“ auf. Seit Carlos Urroz die künstlerische Leitung dieser Messe übernahm, hat er vor allem Solo- und Duo-Präsentationen von künstlerischen Positionen favorisiert, um so das Profil der Messe zu schärfen. Dieses Modell baut er in diesem Jahr weiter aus; 2015 umfasst die Teilnehmerliste rund 70 solcher Stände mit nur einem oder zwei Künstlern; immerhin ein Drittel des gesamten Hallenplans. Das Gesamtbudget der Messe liegt bei etwa 4,5 Mill. Euro, und was Urroz davon für Marketing und Werbung abzweigt, dient vor allem der Stärkung des Messestandortes Madrid. Denn  die Euro-Krise und die Mehrwertsteuerpolitik der spanischen Regierung hatten die Arco in den vergangenen beiden Jahren arg in die Defensive gedrängt, wenn auch die Besucherzahlen stabil geblieben sind. Nach wie vor gilt die Arco Madrid als die besucherstärkste Messe der Welt. Dennoch forderten im Vorfeld der Messe die Verbandspräsidenten der spansichen Kulturindustrie den Ministerpräsidenten Mariano Rajoy zu einer Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf. www.ifema.es

Messen & Märkte

ZONA MACO

Die ZONA MACO – Mexico Arte Contemporaneo wird vom 4. bis zum 8. Februar 2015 ausgerichtet. Auf der Teilnehmerliste tauchen auch viele Galeriennamen aus Europa auf; aus Deutschland u.a. Sies + Höke (Düsseldorf), Nordenhake (Berlin) oder Michael Fuchs (Berlin). Aus der Schweiz nehmen Mai 36 (Zürich) sowie Knoerle und Baettig (Winterthur) teil. Auch David Zwirner aus New York hat sich angemeldet, ebenso die New Yorker Gladstone Gallery – ein Indiz dafür, dass für die Galerien aus Europa und den USA nicht nur der asiatische Markt, sondern auch jener in Lateinamerika von zunehmendem Interesse ist. Bis auf das Jahr 2009, als die Finanzkrise sich auch in Mexiko bemerkbar machte, weist das Land in den letzten zehn Jahren ein stetiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf und steht in der Liste der weltweit größten Volkswirtschaften an vierzehnter Stelle, und das Internetportal „Finanzen.net“ zitiert Experten, die in Mexico bereits das „neue China“ sehen. Für die Entwicklung des regionalen Kunstmarkts spielt die ZONA MACO somit eine gewisse Vorreiterrolle. www.zonamaco.com

Messen & Märkte

The Armory Show: Focus Mittlerer Osten

Zur New Yorker Kunstmesse The Armory Show (5. bis 8. März 2015) gehört eine kuratierte Sektion „Armory Focus“. Jedes Jahr rückt ein Land oder eine Region in diesen Focus; 2014 waren es China, 2013 die USA und 2012 die skandinavischen Länder. Die Messeleitung hat für die nächste Ausgabe Omar Kholeif, Kurator an der Whitechapel Gallery in London, für die Betreuung des Programms „Armory Focus: Middle East, North Africa, and the Mediterranean“ („Focus: MENAM“) berufen. Diese Region, geprägt durch die Revolutionen des „Arabischen Frühlings“, den Konflikt zwischen Israel und der palästinensischen Hamas, die Kriegs- und Bürgerkriegssituation in Syrien und im Irak, ist politisch derzeit wohl die explosivste und kulturell eine der dynamischsten Regionen der Welt. Auf der einen Seite prägen die ehrgeizigen Museumsprojekte und Kunstmessen in den Golfstaaten die kulturelle Situation, auf der anderen Seite bekommen wir tagtäglich in den Nachrichtensendungen das Elend der syrischen Flüchtlinge im Libanon und im türkischen Grenzgebiet zu sehen. Noah Horowitz, Exekutivdirektor des Messeprojekts, betonte, trotz der zunehmenden Bedeutung der zeitgenössischen Kunst im arabischen Raum werde diese auf dem amerikanischen Markt bislang nur mit einer „eingeschränkten Sicht“ wahrgenommen, und man hoffe nun, durch das Focus-Programm, das Kholeif in enger Partnerschaft mit „Edge of Arabia“ umsetzt, einen Dialog in Gang zu setzen, wie die Region wahrgenommen und wie deren Kunst „zu Hause und im Ausland interpretiert“ wird. Insgesamt sind zur diesjährigen The Armory Show 197 Galerien zugelassen. Neue Teilnehmer in der „Contemporary“-Abteilung auf Pier 94 sind u.a. Johann König (Berlin), die Galerie Johnen (Berlin) und die Axel Vervoordt Gallery (Antwerpen/Hongkong). Auf Pier 92 im Sektor „Modern“ sind neu dabei Michael Schultz (Berlin), die Galerie Thomas Modern (München), Beck & Eggeling (Düsseldorf) und die Setaah Galerie (Düsseldorf).  http://www.thearmoryshow.com/

Messen & Märkte

Kölner Liste

Die Kölner Liste wird vom 16. bis 19. April 2015 parallel zur Art Cologne ausgerichtet. Die teilnehmenden Galerien und Projekträume bieten zumeist Kunst zu Preisen zwischen 500 und 7.500 Euro an, aber auch Arbeiten von Klassikern der Moderne wie Miro oder Dali zu erschwinglichen Preisen. Anmeldungen sind bis zum 15. Februar 2015 möglich: info@koelner-liste.org., www.koelner-liste.org., Tel.: +49-(0)30-77 008 993.

Galerien & Auktionshäuser

Baumspende-Aktion

2008 schuf der Berliner Künstler Christopher Lehmpfuhl in Düsseldorf vor Ort eine Ansicht des Hofgartenpanoramas. Was der Künstler in seiner Plein-air-Malerei festhielt, existiert so nicht mehr, denn an den Pfingsttagen 2014 verwüstete ein Orkan einen erheblichen Teil des Baumbestandes in der Düsseldorfer Innenstadt und einigen Vororten. Das Bild ist Teil einer Lehmpfuhl-Ausstellung bis zum 7. Feb. 2015 in der Galerie Ludorff, die in diesen Wochen in ihren Räumen auf der Königsallee ihr 40jähriges Bestehen feiert. Der Künstler Christopher Lehmpfuhl und Galerist Manuel Ludorff „möchten gemeinsam ein Zeichen setzen und mit der Kunst 'Neue Bäume für Düsseldorf' schaffen. Der Erlös des Bildes (7.500 Euro) soll nämlich in die Baumspende-Aktion der Stadt Düsseldorf fließen. Die Jubiläumsausstellung „Formen der Abstraktion“ beginnt in der Galerie Ludorff am 1. März 2015. www.ludorff.com

Biennalen

Blickachsen

Im Tal des Kirchdorfer Bachs liegt der 44 Hektar große Kurpark von Bad Homburg. Anfang des 19. Jh. entdeckte man dort Heilquellen, und als die Gebrüder Louis und François Blanc 1841/42 dort eine Spielbank und den ersten Kursaal eröffneten, war Bad Homburg noch „ein Drecknest“, wie einer der Brüder notierte. Das änderte sich erst, als sie 1856 vom Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné 1856 einen Kurpark anlegen ließen. Lenné schuf quer durch den Park verlaufene Blickachsen, und diese sind „Namens- und Programmgeber“ für eine Skulpturen-Biennale, die dort und in Städten der Umgebung des Rhein-Main-Gebiets 2015 zum zehnten Mal ausgerichtet wird. Die Eröffnung findet am 31. Mai 2015 auf dem Schmuckplatz von Bad Homburg statt. Auch wenn die Veranstaltung inzwischen einen Einzugsbereich bis ins Zentrum Frankfurts hat, so ist nach wie vor der Kurpark nach dem Prinzip des englischen Landschaftsgartens Zentrum des Projekts mit Großskulpturen und Installationen internationaler Künstler. Die Blickachsen verleihen dem Panoramapark eine Raumtiefe, wie sie den ästhetischen Vorstellungen der Spätromantik im 19. Jh. entspricht. „Während der Biennale wird dieses Prinzip erweitert, indem die von uns sorgsam platzierten Skulpturen weitere 'Blickachsen' aufspannen und sowohl untereinander als auch mit der landschaftlichen und architektonischen Umgebung in einen Dialog treten", erläutert Christian K. Scheffel, Initiator und Kurator der „Blickachsen“ (bis 4. Okt. 2015). www.blickachsen.de

Aktionen & Projekte

NRW.SKULPTUR

Das Kultursekretariat NRW Gütersloh hat auf einer neuen Website 600 Skulpturen und Kunstinstallationen im öffentlichen Raum Nordrhein-Westfalens zusammengestellt. Das Online-Portal www.nrw-skulptur.de umfasst Fotos, Filme, Texte und Künstlerbiografien und Vorschläge für touristische Routen. Dafür hat eine Fachjury Arbeiten in NRW-Städten ausgewählt. Der Schwerpunkt liegt auf Kunst nach 1945.

Aktionen & Projekte

Tentacles

Eine Schiffsreise unternimmt die Berliner Künstlergruppe KG Augenstern mit „täglich sechs Stunden Lenkzeit“ von Deutschland aus über die Niederlande, Belgien und Paris bis nach Südfrankreich. Dabei unterqueren sie auf den Flüssen und Kanälen zahlreiche Brücken: „Mit an Bord installierten Tentakeln wurde das Schiff zu einem sensiblen, wahrnehmenden und tönenden Labor, welches mit der Umgebung interagiert. Jede Brücke hat ihre eigene, durch Form, Konstruktion, Material und Verwendungszweck hervorgerufene Klangidentität.“ Die Applikation „SoundWays“ bietet ihnen dabei eine Audioplattform. Aufnahmen von „Klängen des alltäglichen Lebens“ lassen sich zu „geolokalisierten Klangspaziergängen“ formen, die man im Netz mit anderen Nutzern teilen kann. Derzeit plant die Gruppe Ausstellungen in den südfranzösischen Städten Sète, Arles und Valence. Im Sommer 2015 führt sie dann der Rückweg über den Rhein, das Ruhrgebiet und den Mittellandkanal wieder nach Berlin.

Aktionen & Projekte

Was ist draußen?

In Berlin setzt die nGbK-Projektgruppe „Kunst im Untergrund“ mit Jochen Becker, Eva Hertzsch, Uwe Jonas, Folke Köbberling, Andromachi Marinou-Strohm, Dejan Markovic, Adam Page, Birgit Schlieps 2015 das Projekt „Was ist draußen?“ fort. Dabei geht es um „Kunst im Untergrund zwischen Hönow und Tierpark“ im östlichen Stadtteil Hellersdorf. „'Was ist draußen?' behandelt Fragen zu sozialer Stadtentwicklung, zu gesamtstädtischen Zusammenhängen und zum Thema des „Draußen“. Ausgewählte Arbeiten des künstlerischen Wettbewerbs sollen im Bereich der U-Bahnhöfe der Linie U5 zwischen Tierpark und Hönow realisiert werden. Die station urbaner kulturen beim U-Bhf. Kaulsdorf-Nord ist hierbei Produktionsort, Adresse und Treffpunkt.“ Für 2015 sind als teilnehmende Künstler und Projekte angekündigt: Christina M. Heinen „Inside OutsideRadio“, Mari Keski-Korsu „Mega“, Mirko Winkel „Hellersdorf Walkout“, Ina Wudtke „Wer war Albert Norden?“ www.kunst-im-untergrund.de

Museen & Institutionen

Was darf Satire?

Das Museum Wilhelm Busch in Hannover, das Caricatura-Museum in Frankfurt am Main, die Caricatura in Kassel, das österreichische Karikaturmuseum Krems sowie das Cartoon-Museum Basel stellen im Frühjahr 2015 in einer gemeinsamen Online-Ausstellung das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ vor. Dabei werden auch Arbeiten der Zeichner gezeigt, die bei dem Terroranschlag in Paris getötet wurden. Das Projekt will „sachlich und wissenschaftlich“ analysieren, was Satire dürfe. Inzwischen rief auch das Festkomitee Kölner Karneval seine Mitgliedsgesellschaften dazu auf,  man möge sich bei den Karnevalsveranstaltungen dieser Session einen Bleistift an „Litewka, Uniform oder Tanzkostüm“ heften, als „Zeichen für Narren- und Meinungsfreiheit“, denn „die Freiheit der Narren und die Persiflage ist wesentlich und gleichzeitig gehört es zur Kultur unseres Fasteleers, alle Menschen einzuladen, friedlich mit uns zu feiern...“. In der europäischen Kunstgeschichte taucht die Figur des Narren bekanntlich seit dem 12. Jh. in Psalter-Illustrationen auf, wo der Narr als Unweiser den weisen König David verhöhnt. Auch in Darstellungen des Spätmittelalters symbolisiert der Narr zumeist eine Gottesferne, bisweilen sogar eine Nähe zum Teufel. Die „Narrenfreiheit“ des Hofnarren indes sollte den Herrscher vor allzu viel Hochmut bewahren und ihn immer an seine eigene menschliche Unzulänglichkeit und Vergänglichkeit erinnern. Die Satire definierte Friedrich Schiller 1795 folgendermaßen: „In der Satyre wird die Wirklichkeit als Mangel dem Ideal als der höchsten Realität gegenübergestellt“, und in ähnlicher Weise beschrieb auch Kurt Tucholsky den Satiriker als „gekränkten Idealisten“. Wo die Grenze zwischen Satire und Blasphemie liegen könnte, erläutert die Journalistin Carla Köhler auf „tagesschau.de“:: „Die Karikaturen von 'Charlie Hebdo' provozieren. Mit teils derber Kritik nehmen sie religiösen Fanatismus aufs Korn. Die Karikaturen setzen sich inhaltlich mit dem Thema auseinander. Daher ist das keine Blasphemie.“

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