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Kollaborationen · von Max Glauner · S. 306 - 313
Kollaborationen ,

Kollaborationen Teil 12
Luc Tuymans – Edith Clever

In der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz spielen Theater und Malerei auf höchstem Niveau zusammen.
Ein Treffen mit den Protagonisten.

Eine Gesprächsreihe von Max Glauner

Die Ausstellung Luc Tuymans – Edith Clever ist ein Glücksfall. Ein Glücksfall für die Besucherinnen und Besucher am Puls Berlins in der Akademie der Künste am Pariser Platz vis a vis des Brandenburger Tors. Ein Glücksfall für die Reihe Kollaborationen, die durch das Gespräch mit der Ausnahmeschauspielerin Edith Clever, 1940 in Wuppertal zur Welt gekommen, und dem Ausnahmemaler Luc Tuymans, 1951 im belgischen Mortsel geboren, weitere Tiefenschärfe erfährt.

Wer unsere Reihe aufmerksam verfolgt hat, weiss um unser Bemühen, der künstlerischen Zusammenarbeit einen differenzierteren Begriff abzuringen. Termini wie Kollektiv, Partizipation und auch Kollaboration schwirren bis heute Diffus durch die Diskurslandschaften und kaum jemand verbindet spontan damit mehr als ein sorglos-kommunardisches Drauflos, das wider seines emanzipatorischen Anspruchs, weder nach seinem Preis noch nach seinen impliziten Bedingungen und Machtverhältnissen fragt. Wir schlagen daher vor, bei einer künstlerischen Zusammenarbeit, in der jeder Akteur, jede Akteurin in seinem künstlerischen Tun reflektiert und sichtbar wird, von einem Kollaborativ zu sprechen. Als ausgezeichnetes Merkmal eines Kollaborativs machten wir die Sichtbarkeit der Akteure aus, die Spur, die sie mit einer Ausstellung oder Aufführung legen beziehungsweise hinterlassen.

Dies ist Luc Tuymanns und Edith Clever gemeinsam mit der Kuratorin Angela Lammert auf faszinierende Weise gelungen – gerade trotz und wegen der gravierenden Unterschiede ihrer Gestaltungsmittel, der Malerei und dem Theater, der Leinwand und der Bühne, Pinsel und Farbe, Verkörperung und Wort….

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