Augen auf beim Kunstkauf
Kunst wird oft nach prominenten Namen gekauft. Doch was, wenn der Namenszug fehlt? Da muß man sich auf seine Kenntnisse oder – wenn nicht vorhanden – auf Augen und Geschmack verlassen. Was aber, wenn der Künstler seinen Stil ändert oder einen Kollegen imitiert, damit sein Werk nicht erkannt wird? Fragen über Fragen, die sich viele Kunstfreunde kürzlich in Frankfurts Museum für Moderne Kunst (MMK) stellten. Denn die Mitarbeiter hatten nachträglich zum 60. Geburtstag ihres Direktors Jean-Christophe Ammann etwas ausgeheckt: Rund 200 Künstler, die in der Sammlung vertreten sind oder mit denen Ammann zusammengearbeitet hat, wurden gebeten, dem Museum ein Werk im Format DIN A 4 zu überlassen, aber nur auf der Rückseite beschriftet und signiert. Namen wurden vorab nicht genannt, um die Spekulationen anzuheizen. Doch neben jungen Künstlern waren auch Prominente vertreten wie Araki, Balkenhol, Gertsch, Paik und Wall; Polke und Richter indes beteiligten sich nicht. Zum Einheitspreis von 700 DM pro Werk
IN DIESEM ARTIKEL
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

































