Band 11

Architektur als Kunst 

James Wines, Mitglied der New Yorker Gruppe SITE Inc., wendet sich in seinem Beitrag "Ent-Architekturierung" vor allem gegen "eine heue das gesamte Bauen beherrschende Bauhausmentalität". ...

James Wines, Mitglied der New Yorker Gruppe SITE Inc., wendet sich in seinem Beitrag "Ent-Architekturierung" vor allem gegen "eine heue das gesamte Bauen beherrschende Bauhausmentalität". Er sieht in der "Form-folgt-Funktion-Ethik" eine fragwürdige Doktrin, bei der Rationalität und Ökonomie nur wenig Platz für ein ästhetisch begründetes Zusammenspiel der Formen lassen. Ent-Architekturierung versteht sich in diesem Zusammenhang als Alternative zum formalistischen Verhältnis zur Architektur. Sie soll sich keiner formalistischen Doktrin beugen, sondern vielmehr aus den "Informationsreservoirs des Stadtmilieus entwickeln". Wines sieht die Ent-Architekturierung demnach als Architektur über Architektur, ein Ansatz, der in der seinerzeit aktuellen Diskussion über postmoderne Architektur großen Raum einnahm. Einen anderen Ansatz verfolgt Haus-Rucker-Co, die in KUNSTFORUM Band 19 (1977) vorgestellt wird. Die Gruppe setzt sich für eine experimentelle Vorgangsweise ein, um die nach dem Krieg hastig erbaute anonyme Großstadt umzubauen und einzurichten. Einen weiteren Architektur-Schwerpunkt gibt es in Band 30 (1978), in dem Gerd Fesel, Architekturprofessor an der TH Darmstadt, mehrere experimentelle Architekturprojekte vorstellt, die erstmals eine Zusammenarbeit mit Psychologen und die Einbeziehung von Entwicklungen aus dem Bereich der freien Kunst versuchen.


Alle Beiträge aus dieser Ausgabe

Titelbeiträge

011-007-002.jpg -

Ent – Architekturierung

Titel

011-007-002.jpg -

Ent – Architekturierung

Gespräche mit Künstlern

011-010-001.jpg -

Ein Gespräch mit Carlo Alfano

Monografie

011-003-001.jpg -

Gerhard Lenz

011-009-001.jpg -

Jules Olitski

011-013-001.jpg -

Eugen Schönebeck

011-014-004.jpg -

Rune Mields

011-015-001.jpg -

Günther Lierschof

Ausstellungen

011-006-003.jpg -

PROJEKT ’74 –

Rumpelkammer des Inkommensurablen?

Kunsthalle und Kunstverein Köln, 6.7. - 8.9.1974

Biennalen

Warum wird aus der documenta nichts ?

Report

Kunstmetropole Köln –

oder die verspielten Möglichkeiten

Essay

De gustibus est disputandum !

A propos Clement Greenberg

Essay ohne Überschrift

Kommentar

011-018-001.jpg -

Tagebuch

Dossier

011-004-002.jpg -

Kunst in Hannover

011-016-002.jpg -

Der Regenbogen

In diesem Band

VENEDIG
BIENNALE