1974 - 11 – www.kunstforum.de
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Architektur als Kunst 

James Wines, Mitglied der New Yorker Gruppe SITE Inc., wendet sich in seinem Beitrag "Ent-Architekturierung" vor allem gegen "eine heue das gesamte Bauen beherrschende Bauhausmentalität". ... WEITERLESEN Er sieht in der "Form-folgt-Funktion-Ethik" eine fragwürdige Doktrin, bei der Rationalität und Ökonomie nur wenig Platz für ein ästhetisch begründetes Zusammenspiel der Formen lassen. Ent-Architekturierung versteht sich in diesem Zusammenhang als Alternative zum formalistischen Verhältnis zur Architektur. Sie soll sich keiner formalistischen Doktrin beugen, sondern vielmehr aus den "Informationsreservoirs des Stadtmilieus entwickeln". Wines sieht die Ent-Architekturierung demnach als Architektur über Architektur, ein Ansatz, der in der seinerzeit aktuellen Diskussion über postmoderne Architektur großen Raum einnahm. Einen anderen Ansatz verfolgt Haus-Rucker-Co, die in KUNSTFORUM Band 19 (1977) vorgestellt wird. Die Gruppe setzt sich für eine experimentelle Vorgangsweise ein, um die nach dem Krieg hastig erbaute anonyme Großstadt umzubauen und einzurichten. Einen weiteren Architektur-Schwerpunkt gibt es in Band 30 (1978), in dem Gerd Fesel, Architekturprofessor an der TH Darmstadt, mehrere experimentelle Architekturprojekte vorstellt, die erstmals eine Zusammenarbeit mit Psychologen und die Einbeziehung von Entwicklungen aus dem Bereich der freien Kunst versuchen. VERBERGEN

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