Düsseldorf: Sanierung der Kunsthalle verzögert sich
Entgegen der bisherigen Planung, die eine Sanierung in diesem Jahr vorsah, wird die Gesamtsanierung der Kunsthalle Düsseldorf auf Anfang 2029 verschoben.
„Hintergrund sind wachsende Bedarfe an dem denkmalgeschützten Gebäude selbst, an der darunter liegenden Tiefgarage sowie an der benachbarten Tiefgarage unter dem Grabbeplatz. Darüber hinaus stehen die Umgestaltung des Grabbeplatzes und die Neugestaltung der Mühlenstraße in einem engen funktionalen und baulichen Zusammenhang mit der Kunsthalle. Ziel ist es, die einzelnen Vorhaben zeitlich, technisch und wirtschaftlich aufeinander abzustimmen und Synergien zu nutzen“, begründet die Stadt die Planänderung.
In seinem Statement auf Instagram zeigt sich die Kunsthalle sichtlich enttäuscht über die sehr kurzfristige Verschiebung der Sanierungsmaßnahmen und betont, dass diese direkten Einfluss auf alle im Gebäude angesiedelten Institutionen haben. Erst im November 2025 war die Notbeleuchtung ausgefallen, da diese – wie zahlreiche notwendige technische Anlagen – veraltet und teilweise nicht mehr zu reparieren seien. Außerdem seien viele bauliche Elemente noch aus der Zeit der Errichtung des Gebäudes in den 1960er Jahren. Das Haus sei weder barrierefrei noch energieeffizient und von jahrzehntelangem Vandalismus teilweise stark beschädigt, was die Sanierung dringlich mache.
Darüber hinaus sei die Programmplanung bereits durch bisherige Verschiebungen der Sanierung extrem erschwert worden. Für März 2026 war nun die Abschiedsveranstaltung „Bye Bye Grabbeplatz!“ geplant, für die sich rund 130 Düsseldorfer Künstler*innen und Kollektive beworben hatten. Ab April 2026 sollte der Auszug aus dem Gebäude sowie das dreijährige Zwischenprogramm „Die Kunsthalle schließt – Willkommen zum Opening“ starten. Nun arbeite man an einer kurzfristigen Umstrukturierung des Programms ab März 2026.