61. Venedig-Biennale: Faiza Butt bespielt pakistanischen Pavillon
Zum zweiten Mal nimmt Pakistan mit einem eigenen Länderpavillon an der Venedig-Biennale teil. In diesem Jahr wird die pakistanische Künstlerin Faiza Butt das Land repräsentieren, organisiert von Komissar Yaqoob Bangash und kuratiert von Beatriz Cifuentes Feliciano.
Gezeigt wird die Ausstellung „Punj•AB – A Sublime Terrain” in der ehemaligen Apotheke Farmacia Solveni in Dorsoduro, nahe der Gallerie dell’Accademia, wie auch der Pinault Collection und der Punta della Dogana.
Die 53-jährige Künstlerin studierte am National College of Arts und der Slade School of Fine Art in London. Mit ihrem Projekt „Punj•AB – A Sublime Terrain“ erkundet sie die Region und das Erbe des Punjab als einem Gebiet, das nach der Teilung Indiens im Jahr 1947 zwischen Pakistan und Indien aufgeteilt wurde. Mit Fokus auf das reiche kulturelle Erbe der Region thematisiert Faiza Butt unter anderem anhand von Textilien und Geschichten die Widerstandskraft der verklüfteten Kulturlandschaft des Punjab.
Yaqoob Bangash, Kommissar des pakistanischen Pavillons hebt die Teilnahme Pakistans an der internationalen Plattform für zeitgenössische Kunst hervor: „Die Teilnahme Pakistans spiegelt ein ernsthaftes Bekenntnis zu internationalen Standards wider, und ich bin besonders beeindruckt von Faiza Butts intellektuell rigoroser künstlerischer Vision und Beatriz Cifuentes Felicianos außergewöhnlicher kuratorischer Führungsstärke, die dem Pavillon gemeinsam Klarheit, Kohärenz und globale Resonanz verleihen.”
Die Kuratorin Beatriz Cifuentes Feliciano erläutert ihr Konzept für die Länderpräsenz und betont die Anschlussfähigkeit Pakistans an globale Diskurse der Kunst: „Mein kuratorischer Ansatz stellt pluralistische Kunstgeschichten in den Vordergrund und positioniert zeitgenössische Kunst aus Pakistan im Dialog mit überlieferten Traditionen des Kunsthandwerks. Faiza Butt spielt in dieser Vision eine zentrale Rolle. Über Jahrzehnte hinweg hat sie sich als strenge zeitgenössische Stimme etabliert, deren Praxis Material, Geschichte und soziales Bewusstsein in einen nachhaltigen Dialog bringt. Faiza, die für ihre Gemälde, Zeichnungen und Keramikarbeiten bekannt ist, arbeitet derzeit medienübergreifend und experimentiert mit Materialien, um Arbeit, Erinnerung und Repräsentation auf eine Weise zu erforschen, die direkt den globalen zeitgenössischen Diskurs anspricht.“