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Ausstellungen: Düsseldorf · S. 351 - 351
Ausstellungen: Düsseldorf , 1991

Heinz-Norbert Jocks
20 Jahre Galerie Zimmer

Galerie Zimmer, Düsseldorf, 26.10. – 15.12.1990

Seit 20 Jahren sind Exklusivität, Niveau und Anspruch für die Galeristen Elke und Werner Zimmer verbindliche, sichtbare, zuverlässige Elemente einer händlerischen Praxis mit Gespür für die Tendenzen und Perspektiven gestischer Artikulationen. Seit dem Beginn erfolgreicher Galeriearbeit mit Schwerpunkt auf den Meistern der formalen Abstraktion und des Informels wie Fritz Winter, E.W. Nay, Theodor Werner, K.O. Götz, Gerhard Hoehme, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Hann Trier oder Peter Brüning hat sich die Marktlage mit ihren hochgeschnellten Preisen so stark verändert, daß eine sinnvolle Erweiterung des Programms nötig wurde. Mit der allmählichen Schrumpfung des Angebots und der rasanten Steigerung der Preise wuchsen die Schwierigkeiten, Einzelausstellungen zusammenzutragen. Zudem schien eine starre Fixierung auf Ungegenständliches am Geist der Zeit vorbeizugehen, die eine Woge expressiver Malerei erlebte. Gegenüber dem, was aus dem Informel hervorging, aufgeschlossen, pickten sich Elke und Werner Zimmer Künstler heraus, „die beim Informel anknüpften, wie Tina Juretzek, Sigrid Redhardt, Mathias Kunkler, Horst Gläsker, Gabriela Dauerer oder Barbara Heinisch.“ Ein Rundgang durch die jetzige Übersichtsausstellung anläßlich des Jubiläums zeigt die Verschiebungen und Veränderungen der letzten Jahre. Die Namen von Luciano Castelli, Rainer Fetting oder Salomé, bei der Ausstellung „Aktion und Farbe“ von 1982 noch vertreten, sind verschwunden, neue an ihre Stelle getreten. Zu diesen gehört der als „Action-painter“ in den Bann von „Cobra“ und „L`art brut“ geratene, früh aus der Klasse von Heisig ausgestiegeneHartwig Ebersbach mit den obsessiv gemalten, farbenthusiastischen Abenteuern seines Alter ego „Kaspar“, die belegen, wie irreführend Vergleiche mit expressiven Strömungen sind….


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