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Ausstellungen: Düsseldorf · von Norbert Messler · S. 429 - 429
Ausstellungen: Düsseldorf , 1993

Norbert Messler
Ansel Adams: Classic Images

Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, 28.8. – 24.10.1993

Für viele ist Ansel Adams (1902-1984) der bedeutendste Landschaftsphotograph Amerikas. Andere messen seiner Porträtphotographie den größeren Stellenwert bei. Ihm selbst schien diese Unterscheidung nicht wichtig gewesen zu sein.

Wichtiger, interessanter ist, daß Adams‘ Photographien für die Verbindung aus amerikanischer Geographie, amerikanischem Geist, amerikanischer Geschichte und amerikanischem Charakter stehen, wie sie in der Kunst dieses Landes von Gertrude Stein in The Geographical History of America or the Relation of Human Nature to the Human Mind (1935/36) für die Literatur herausgestellt wurde.

Letztlich eine vereinfachende Mythologie aus Biographie, Geschichte, Geographie und Landschaft, bedingt diese Verbindung in den Photographien von Adams ein Festhalten an der Natur, am Natürlichen, an der Landschaft und an der Schlichtheit des Lebens an sich. Sie folgt der Steinschen Ansicht, daß das Auftauchen des menschlichen Geistes und somit die Entstehung von Meisterwerken von der geographischen Situation abhängen, in die der Künstler hineingeboren wird und in der er lebt.

Ansel Adams wurde im Westen, in San Francisco, geboren, 1902. Neun Jahre waren seit F. J. Turners berühmter These über „The Significance of the Frontier in American History“ vergangen. Die „Frontier“, ab 1890 für geschlossen erklärt, war die nach Westen orientierte Landnahme der werdenden Nation, war formatives Grenzlanderlebnis, war spontan demokratischer Individualismus, war Versuch, weite, „unberührte“ Natur zu beherrschen, war die Absicht, sich kulturell von Europa abzutrennen. Der Westen, die „Frontier“, sie wirken nach im photographischen Werk von Adams.

Ebenso seine „Schulausbildung“; sie fand innerhalb der „Panama-Pacific Exposition“, 1915, San Francisco,…


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