Belgien
Francis Alÿs
THE NATURE OF THE GAME
Kommissar: Jan Jambon, Ministerpräsident der Regierung von Flandern und flämischer Minister für auswärtige Angelegenheiten, Kultur, IKT und Facility Management Kuratorin: Hilde Teerlinck Ort: Giardini
Während der USA Pavillon das Publikum schon vor der Tür mit einer monumentalen Skulptur empfängt, entschied sich der in Mexiko lebende Belgier Francis Alÿs (1959, Belgien) für das Gegenteil: In den beiden ersten Seitenräumen vorn im Pavillon hängen seine großartigen, nur postkartenkleinen Bilder, die von seinen Erlebnissen und Beobachtungen auf seinen Reisen erzählen – Momente von Krisen und politischen Konflikten im Irak, in Afghanistan, in Jerusalem bis China.
Im Hauptraum folgt dann seine fast wie ein Labyrinth angelegte Installation „The Nature of the Game“: 13 farbenfrohe Videosequenzen, die kommentarlos Kinder bei Straßenspielen zeigen. 1999 sei ihm zum ersten Mal ein Kinderspiel aufgefallen, ein kleiner Junge in Mexiko-Stadt, der immer wieder eine Flasche die Straße hoch kickte, erzählt Alÿs im Gespräch. Seither beobachte er diese Momente gezielt auf seinen Reisen. Denn Kinderspiele seien eine Möglichkeit, Zugang zu anderen Kulturen zu finden. „Sobald ich irgendwo ankomme, frage ich, wo die Kinder spielen – so kommt man einer Gemeinschaft näher, ohne sich aufzudrängen.“
In Venedig sehen wir einen Kampf der Füße, sehen Kinder, die im Kongo mit ihrem hohen Gesang Mücken anziehen, die über ihren Köpfen als Schwarm in einem engen Kreis tanzen. In Belgien veranstalten Kinder Schneckenrennen, in Afghanistan lassen sie Drachen steigen, in Hong-Kong sehen wir Mädchen beim Seilspringen und in Mexiko ist die Pandemie-inspirierte Spiel-Variante „Contagio“ entstanden: ein ,infiziertes‘ ,…
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