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Gespräche mit Künstlern · von Peter Funken · S. 290 - 294
Gespräche mit Künstlern , 1994

Richard Wentworth:
»Die Gesellschaft wird so lange von der Kunst verändert, wie Menschen sensibel auf sie reagieren …«

Ein Gespräch von Peter Funken

Richard Wentworth, 1947 auf Samoa geboren, lebt und arbeitet in London. Er zählt zu den bedeutendsten britischen Plastikern der Gegenwart. Derzeit ist Wentworth Gast des DAAD-Berlin. Von 1971 bis ’87 lehrte er am Goldsmith’s College, London. Zu seinen bekanntesten Schülern zählen Julien Opie, Lisa Milroy und Damien Hirst. Viele seiner Skulpturen sind durch Beobachtungen alltäglicher Improvisationen und Verfahrensweisen angeregt. Wentworth untersucht im Sinne einer „unprogrammatischen Anthropologie“ die blinden Flecken im Bewußtsein der Kulturen. 1986 produzierte er für die Whitechapel Art Gallery die Ton-Dia-Show „Making do and getting by“. Wichtige Ausstellungen Wentworths fanden in der Wolff Gallery, New York (1987,1988), in der Lisson Gallery, London (1989), der Galleria Franz Paludetto, Turin (1991), TAPKO, Kopenhagen (1992) und der Serpentine Gallery, London 1993/94) statt. Wichtige Texte zum Verständnis seines Werks finden sich im Katalog „Richard Wentworth“, Serpentine Gallery 1993 von Marina Warner und der Kunstzeitschrift „Frize“, Nr. 3 von James Roberts und Jonathan Watkins.

Vom 14.10 bis 20.11.94 finden parallel zueinander zwei Ausstellungen Richard Wentworths in den Kunst-Werken Berlin und der DAAD Galerie Berlin statt. Gleichzeitig erscheint Richard Wentworths Buch „Berlin 117 Landmarks“.

*

P. F.: Seit September ’93 sind Sie zu Gast beim DAAD in Berlin. Bestehen nach Ihrer Auffassung große Unterschiede zwischen Berlin und London?

R. W.: In England ist alles viel abgeschlossener, fast wie auf einem Boot. Ich reise zwar viel, war aber noch nie so lange in der Mitte einer Landmasse,…


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