Ausstellungen: Gent , 1999

Amine Haase

Erfüllung eines Traums

Jan Hoet eröffnet sein S.M.A.K.

Das neue Museum für zeitgenössische Kunst im Citadelpark

Opening, 8.5. – 31.12.1999

S.M.A.K., das klingt wie ein schön schmatzender Kuß – ein Dankeschön und gleichzeitig ein Startsignal für einen Neubeginn. Tatsächlich ist es die Abkürzung für Stedelijk Museum voor Actuele Kunst. Es steht im Genter Citadelpark, nicht weit entfernt von dem Ort, an dem die Kunst jahrzehntelang eine provisorische Bleibe in Nachbarschaft zum Kunsthistorischen Museum gefunden hatte. Jan Hoet hat ein Viertel Jahrhundert unermüdlich für die Autonomie der zeitgenössischen Sammlung gekämpft. Jetzt endlich konnte sie in das für umgerechnet etwa 17 Millionen Mark von dem Genter Architekten Koen Van Nieuwenhuyse sensibel umgebaute ehemalige Casino einziehen. Und es zeigt sich als eines der originellsten Kunsthäuser der Euro-Region zwischen Mönchengladbach und Maastricht, Antwerpen und Aachen. Der Dank dafür gilt in erster Linie Jan Hoet, der mit seinem Querdenken nie einstimmige Zustimmung erreicht, aber stets für Diskussionsstoff sorgt. Und auf ihn, der jetzt immerhin 63 Jahre alt wird, ist auch Verlaß, daß im S.M.A.K. keine allzu museale Ruhe herrschen wird. Der nächste Präsentations-Zyklus – der insgesamt 2000 Sammlungsstücke – wird bereits in sechs Monaten neu beginnen.

Die Eröffnungsschau gibt einen guten Einblick in den Bestand des Museums und den Stand der Diskussion über die Kunst in Gent. Das ist natürlich in erster Linie ein Blick auf Jan Hoet, aber einbezogen ist stets auch sein „Staff“ – von seinem treuen Begleiter schon aus vor-documenta-9-Zeiten, Baert De Bare, bis zu den Mitarbeitern, die jetzt am Bestandskatalog mitgeschrieben haben, Ingrid Commandeur, Steven…

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