Ausstellungen: Berlin · von Thomas Wulffen · S. 337
Ausstellungen: Berlin , 1995

Thomas Wulffen

Korrespondenzen

»14 Künstler aus Chicago und Berlin«

Berlinische Galerie im Martin-Gropius-Bau,18.11.1994 – 22.1.1995

Die Ausstellungsfolge „Korrespondenzen“ ist der Versuch, Berliner Künstler mit Künstlern anderer Provenienz in Kontakt zu bringen, Vergleiche zu ermöglichen und letztendlich den Horizont, auch für den Betrachter, zu erweitern. Die vierte Ausstellung in der Ausstellungsreihe nimmt zum ersten Mal einen transkontinentalen Dialog auf. Chicago ist eine der Kunstmetropolen Amerikas und Berlin desgleichen. Das es darüber hinaus Vergleichsmöglichkeiten gibt, wird allerdings schnell zur blossen Konstruktion. Mit jeweils sieben Künstlern aus den beiden unterschiedlichen Hemisphären lassen sich dennoch Parallelen und Differenzen aufzeigen.

Die wurden besonders deutlich in den Arbeiten von Jeanne Dunning und Thomas Florschuetz. Beide arbeiten im Medium Fotografie mit dem Bild des Körpers. Es ist hoffentlich dieser möglichen Konfrontation zu verdanken, daß Thomas Florschuetz wiedermal in Berlin zu sehen war. Nach Einzelausstellungen in der Galerie Sonne und im Neuen Berliner Kunstverein, fragt man sich langsam, ob die Kuratoren denkfaul sind oder vor Atelierbesuchen zurückschrecken. Der Künstler selber scheint Übersättigungserscheinungen jedenfalls nicht einzuplanen. Im Falle der erwähnten Konfrontation bot sich jene kritische Parallelisierung an, die ein ähnliches Programm in der Neuen Nationalgalerie, bei dem Ost und West miteinander konfrontiert werden, nie geschafft hat. Auf ähnliche Weise sahen sich die Arbeiten von Eran Schaerf und Kay Rosen in einen gemeinsamen Kontext gestellt, der Unterschiede verdeutlicht, ohne das jeweilige Werk über einen Kamm zu scheren.

Damit aber waren die Möglichkeiten von direkten Vergleichen erschöpft, wollte man nicht in den Arbeiten von Ute Weiss-Leder und Inigo Manglano-Ovalle Korrespondenzen entdecken. Hier, bei Ute Weiss-Leder, die poetische…

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