Libanon
Ayman Baalbaki, Danielle Arbid
THE WORLD IN THE IMAGE OF MAN
Kommissarin / Kuratorin: Nada Ghandour Ort: Arsenale
In einer eindringlichen Inszenierung präsentiert sich Libanon im Arsenale. Auf der einen Seite nimmt uns Danielle Arbid (1970) in ihrem Video mit auf einen Rundgang durch die Stadt. Sie installierte einen Spionage-Chip im Telefon ihrer Mutter, um mehr über ihr Leben zu erfahren. Mit 17 hatte Arbid den Libanon verlassen und lebt seither in Paris. Wir hören die Stimme der Mutter, ohne sie zu sehen. Die Tochter fährt die Strecken der Mutter mit ihrem Auto ab – und entdeckt beim Abhören ihrer verdeckten Verfolgungstour, dass die Mutter auf den Straßen Geld einsammelt: „Ich dachte, sie hat ein sehr ruhiges Leben und entdeckte dann ihr Geheimnis: ein verstecktes Geldgeschäft“, wird die Künstlerin zitiert. Gegenüber, quer durch den Raum, ist eine Wand in Form einer elliptischen Schale eingezogen.
Wir sehen Fassaden von Baustellen aus den Straßen Beiruts, auch von der Zerstörung nach der gewaltigen Explosion vom 4. April 2020 – Beirut als Dauerbaustelle. In der Wand steht eine eingebaute Tür einen Spalt weit offen. Darüber ist in Neonbuchstaben „Janus’ Gate“ zu lesen, der Titel von Ayman Baalkabis (1975) Installation. Er habe dem Wort „Libanisierung“, also die Zersplitterung eines Landes, die „Beirutisierung“ hinzufügen wollen, wird Baalbaki in der Tageszeitung L’Orient Le Jour zitiert: die urbane Zerstückelung einer Stadt, die Fragmentierung in separate Blöcke. „Ich dachte damals an Janus, den römischen Gott mit zwei Köpfen“, der nach innen und nach außen schaue, in die Vergangenheit und…
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