Gespräche mit Kunstvermittlern · von Heinz-Norbert Jocks · S. 405
Gespräche mit Kunstvermittlern , 1991

Mucha interessiert mich.
Aber verstehe ich ihn?

Ein Gespräch mit Hans Albert Peters

Von Heinz-Norbert Jocks

Hans Albert Peters, 1937 in Euskirchen geboren, seit 1979 Direktor des Düsseldorfer Kunstmuseums, studierte Germanistik, Kunstgeschichte, Philosophie, Psychologie, Archäologie, zunächst in München, dann in Bonn. Ein längerer Aufenthalt in Florenz, Venedig und Rom vertiefte seine Vorliebe für Kunst, Kultur und Sprache Italiens, für die Renaissance und das Barock. 1963 aus Italien zurückgekehrt, fertigte er am Wallraf-Richartz-Museum einen Registerband für 25 Jahrbände an. Seine Dissertation schrieb er über „Giovanni Bellini oder Antonello da Messina? Zur Entstehung der sogenannten Sacra Conservazione in Venedig“. Nach Zwischenstation in der Lexikon-Redaktion von Brockhaus stieg er bei „Christ und Welt“ zum Feuilleton-Redakteur auf. Danach tätig als wissenschaftlicher Referent am Wallraf-Richartz-Museum. Nach drei Jahren Wechsel nach Baden-Baden als Direktor der Staatlichen Kunsthalle, wo er sich mit Ausstellungen von Gris, Serra etc. einen Namen machte.

*

H.-N.J.: Wann begannen Sie, sich für Kunst zu interessieren?

H.A.P.: Als 16jähriger Pennäler. Damals begann ich, ernsthafter zu zeichnen, zu malen. Unterstützt wurde diese Neigung durch meine Zeichenlehrer. Wichtiger aber war mein Deutschlehrer. Der – er hatte in Straßburg und Münster auch Kunstgeschichte studiert – führte uns auch zu den damals wichtigen Ausstellungen in Köln, zu Picasso, zu Munch, zu den Etruskern und zu Cézanne. Er muß sich sehr für modernen Kirchenbau interessiert haben. Ich erinnere mich noch sehr genau an zahlreiche Bauten von Domenius Böhm, aber auch an Rudolf Schwarz` Neubau von St. Anna in Düren. Lange habe ich, sicher auch unter dem Eindruck dieser erlebten Architektur, nicht gewußt, ob ich Architekt…

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