SUPERFLEX

Auch wir haben eine Machtstruktur
Ein Gespräch von The Collective Eye

SUPERFLEX, 1993 von Jakob Fenger, Bjørnstjerne Christiansen und Rasmus Rosengren Nielsen gegründet, war von Beginn an als Tool kollektiver Zusammenarbeit gedacht, das viele verschiedene Menschen zusammenbringen will: von Gärtner*innen über Ingenieur*innen bis hin zum Publikum. Ihr künstlerischer Fokus liegt dabei auf der Schaffung alternativer sozialer, ökologischer und ökonomischer Strukturen.

The Collective Eye: Wie fandet Ihr zu SUPERFLEX?

SUPERFLEX: Die Geschichte lässt sich kurz zusammenfassen: Drei Studenten treffen sich an der Art Academy in Kopenhagen. Sie lernen sich kennen, tauschen sich aus, werden Freunde und erkennen, dass sie das Interesse an kollektiven Praktiken und den damit verbundenen Herausforderungen verbindet. 1993 beschlossen sie, also wir, die Gründung einer Entität, und seitdem arbeiten wir als, für und mit SUPERFLEX zusammen. Alles in allem entsprang unsere Arbeit einem breiteren Interesse an der Gesellschaft und den Kämpfen zwischen Menschen, Staaten und Ideologien, die damals und heute stattfinden.

Warum bevorzugt Ihr das Kollektiv gegenüber der Praxis des Einzelkünstlers?

Die Arbeit im Kollektiv führt automatisch dazu, dass man jedes Thema aus mehreren Perspektiven betrachtet. Es geht darum, von anderen Menschen zu lernen, nicht nur von dem Kontext, in dem man sich befindet. Außerdem spiegelt die Zugehörigkeit zu einem Kollektiv die evolutionäre Dynamik der Gesellschaft auf breiter Ebene wider.

Die Arbeit im Kollektiv führt automatisch dazu, dass man jedes Thema aus mehreren Perspektiven betrachtet.

Habt Ihr Vorbilder?

Üblicherweise sind die ersten Vorbilder das Kollektiv, in das wir hineingeboren werden. Dies setzt sich fort mit Personen und Strukturen aus…


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The Collective Eye

von The Collective Eye

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