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Titel: All together now! Kunst im Kollektiv - Kapitel 5 — Polyphonie als Normalzustand · von The Collective Eye · S. 134 - 143
Titel: All together now! Kunst im Kollektiv - Kapitel 5 — Polyphonie als Normalzustand ,
Titel: All together now! Kunst im Kollektiv - Kapitel 5 — Polyphonie als Normalzustand

The Nest Collective

Über Unterstützung und dekoloniale Praxis
Im Gespräch mit The Collective Eye

The Nest Collective ist ein interdisziplinäres Künstler*innenkollektiv aus Nairobi. Mit ihrer auf angewandte Forschung basierenden Praxis arbeitet das Kollektiv seit 2012 interdisziplinär in unterschiedlichen Medien wie Film, Musik, Mode, Literatur sowie im Kontext der bildenden Kunst. Ihre Arbeiten richten sich über verschiedene Plattformen, Medien und Räume an ein breites Publikum, dessen Spektrum von Wissenschaftler*innen, Kulturschaffenden, Wissenschaftler*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen bis hin zu jungen urbanen Zielgruppen reicht. 2013 gründete das Kollektiv HEVA den ersten Geschäftsfonds auf dem afrikanischen Kontinent, der Kreativ-Unternehmer*innen in Ostafrika finanzielle Unterstützung zur Existenzsicherung bietet. Ihr Beitrag für die documenta fifteen, an der sie partizipierten, erhielten sie große Aufmerksamkeit. Im Gespräch reflektiert The Nest über dekoloniale Selbstbestimmtheit, gegenseitige Förderung und die Notwendigkeit kollektiver Zusammenschlüsse aus der Perspektive des globalen Südens.

The Collective Eye: Wie würdet Ihr Eure Anfänge beschreiben?

The Nest Collective: Zur Zeit unserer Gründung arbeiteten Künstler*innen und Kulturschaffende in Kenia vor allem monodisziplinär. Auf der Suche nach neuen und experimentellen Kunstformen wollten wir herausfinden, wie sich diese in kollektiven Prozessen zusammenführen lassen. Deshalb experimentierten wir mit verschiedenen publikumsorientierten Formaten, befassten uns in Bezug auf Augusto Boal’s Forumtheater mit Methoden der Theaterpädagogik, lernten, wie ein Publikum für unabhängige Filmvorführungen generiert wird, organisierten Workshops, wirkten als Vermittler*innen, Gastgeber*innen und Matchmaker*innen und initiierten Prozesse der Zusammenführung unterschiedlicher Gruppierungen, die für uns bis heute wichtig sind.

Darüber hinaus spürten wir unserer Position zu Afrikas Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie dem nach, wie wir dieser in unserer Arbeit…


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von The Collective Eye

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