59. Biennale Venedig: Gespräche
Yilmaz Dziewior
Fallbeispiel Deutschland
Yilmaz Dziewior, geboren 1964 in Bonn, seit 2015 Direktor des Museum Ludwig in Köln, leitete von 2009 bis 2015 das Kunsthaus Bregenz (KUB). Für den österreichischen Pavillon auf der 56. Biennale in Venedig 2015 kuratierte er als Kommissar den Beitrag von Heimo Zobernig. Vor seiner Tätigkeit in Bregenz leitete er acht Jahre lang den Kunstverein in Hamburg. Von dem ehemaligen Außenminister Heiko Maas wurde er zum Kurator des Deutschen Pavillons auf der 59. Biennale ernannt. Dort zeigt er das Projekt „Relocating a Structure“ von Maria Eichhorn.
Heinz-Norbert Jocks: Könntest du die verschiedenen Ebenen des Projektes „Relocating a Structure“ von Maria Eichhorn einmal benennen?
Yilmaz Dziewior: Die Arbeit besteht aus mehreren Komponenten. Eine ist die Trans-, bzw. Relozierung des Pavillons. Das bedeutet, dass der Pavillon für die Laufzeit der Biennale abwesend ist, er nicht mehr an der Stelle steht, wo er errichtet wurde, und nach der Biennale dorthin wieder zurückversetzt wird. Um das möglichweise zu realisieren, beauftragten wir zwei Firmen. Eine in Köln und die andere, die eine Niederlassung in Venedig hat, in Mailand. Sie entwickelten zwei unterschiedliche Modelle der Translozierung. Die eine Option sieht die Zerlegung des Pavillons in große Teile und ihren Wegtransport per Schiff vor. Die andere Firma machte einen Kran ausfindig, der, üblicherweise im Zusammenhang der Errichtung von Bohrinseln verwendet wird und den richtigen Winkel und die Kapazität hat, den Pavillon als Ganzes über die Bäume hinweg auf einen Ponton zu setzen und abzutransportieren. Nach Ablauf der Biennale wäre das Gebäude…
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Weitere Nennungen
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