vorheriger
Artikel
nächster
Artikel
Titel: ÜberLeben und Kunst. Bedingungen künstlerischer Existenz - Kunststudium – Experimente mit offenem Ausgang · von Martin Seidel · S. 144 - 151
Titel: ÜberLeben und Kunst. Bedingungen künstlerischer Existenz - Kunststudium – Experimente mit offenem Ausgang ,
Titel: ÜberLeben und Kunst. Bedingungen künstlerischer Existenz - Kunststudium – Experimente mit offenem Ausgang

Ziele neu justieren

Schirin Kretschmann, Künstlerin und Professorin für Malerei an der Akademie der bildenden Künste München
im Gespräch mit Martin Seidel

Schirin Kretschmann (*1980 in Karlsruhe, lebt in Berlin und München) arbeitet im Grenzbereich von installativer Malerei und performativen Werkformen, die das malerische Handeln mit wissenschaftlichen Erkenntnis- und Rechercheprozessen in Beziehung setzt und es selbst als ästhetische Forschung auffasst. In künstlerischen und kuratorischen Forschungsprojekten wie „Präparat Bergsturz“ (Hochschule der Künste Bern), „six memos for the next …“ (Magazin4 Bregenzer Kunstverein) oder „Imaginarien der Kraft“ (DFG-Kolleg-Forschungsgruppe, Universität Hamburg). hat sie an transdisziplinären Bild- und Erkenntnismethoden gearbeitet. Ihr künst-lerisch-wissenschaftliches PhD-Projekt (eikones Institut für Bildkritik der Universität Basel, Bauhaus Universität Weimar) erforscht Malerei im erweiterten Handlungsfeld. – Schirin Kretschmann studierte Kunsterziehung und Kunst an der Kunstakademie Karlsruhe und an der ENPEG La Esmeralda Mexico City sowie Germanistik an der Universität Freiburg. Seit 2020 ist sie Professorin für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München.

Martin Seidel: Frau Kretschmann, Sie sind von Ihrer Ausbildung her breit aufgestellt: Germanistik, Kunsterziehung, Kunst. Wie kam es dazu? War das auch eine Absicherung?

Schirin Kretschmann: Meiner Studienwahl habe ich kein Selbstbild als Künstlerin vorausgeworfen, sondern bin meinen Interessen gefolgt, die zunächt in Richtung Dokumentarfilm tendierten. Ich habe mich für ein künstlerisches und ein geisteswissenschaftliches Studium entschieden, um ästhetische und geistesgeschichtliche Fragen zu vertiefen, die in einem Filmstudium nicht prioritär sind. Das ließ sich studientechnisch in Baden-Württemberg einfach realisieren im Rahmen eines Kunsterzieherstudiums mit einem parallelen geisteswissenschaftlichen Fach. An der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe genießen die…


Weiterlesen?

Der Artikel ist aus dem aktuellen Band und somit nur für Abonnenten zugänglich. Erstellen Sie Ihren Zugang und lesen Sie sofort weiter:

Probelesen

  • 1 Ausgabe bequem nach Hause geliefert + E-Paper inklusive
  • 30 Tage Digitalzugang: Alle seit 1973 erschienenen Ausgaben, Texte, Bilder, Personen, Institutionen, Ausstellungen...
  • Ersparnis über 30%

19,90 €