Kulturerbe in Tübingen und Wien gefährdet

13. Juli 2017 · Kulturpolitik
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Seit fast 200 Jahren besteht an der Universität Tübingen ein Zeichensinstitut. Studenten aller Fakultäten können sich hier musisch betätigen, in 20 Kursen werden Möglichkeiten zum Zeichnen, Modellieren und Fotogtafieren angeboten. Mit der Pensionierung des jetzigen Leiter Ende September 2017 droht dem Institut die Schließung, denn ein Nachfolger ist nicht in Sicht: „Noch nicht einmal eine Ausschreibung der Stelle ist erfolgt“, beklagen sich die „Stuttgarter Nachrichten“. Am Geld kann es nicht liegen, denn das Budget beträgt lediglich 15.000 Euro. „Was als Bestandteil einer humanistischen Bildung an der Universität fest verankert wurde, hat sich bewährt. Das Institut entwickelte sich zu einem Raum des offenen Kunstschaffens, da zeichnet die Sportstudentin neben dem Professor, es darf dilettiert und experimentiert werden, es sitzen Anfänger neben Könnern“ (Stuttgarter Nachrichten). Der Deutsche Kulturrat hat das Tübinger Zeicheninstitut auf „Rote Liste der gefährdeten Kulturinstitutionen“ gesetzt. Auf seine eigene rote Liste setzte indessen das UNESCO-Welterbe-Komitee die historische Wiener Innenstadt (1. Bezirk) wegen eines geplanten Hochhausbaus. Dieses Altstadt-Areal zwischen Donaukanal und Ringstraße wurde baulich durch das Mittelalter (Stephansdom von 1365), den Barock (Teile der Hofburg) und die Gründerzeit (Wiener Staatsoper von 1865) geprägt. www.uni-tuebingen.de

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