NONUMENT GROUP im Slowenischen Pavillon der 61. Venedig-Biennale
Die Republik Slowenien präsentiert auf der kommenden Biennale zu Venedig die Ausstellung „Soundtrack for an Invisible House” der Künstler*innengruppe NONUMENT GROUP, bestehend aus Neja Tomšič, Martin Bricelj Baraga, Nika Grabar und Miloš Kosec. Kuratiert wird der Länderbeitrag, der in den Arsenale in Venedig gezeigt wird, von Nataša Petrešin-Bachelez.
Die Ausstellung möchte den Besucher*innen einen Raum zum Zuhören, Nachdenken und historischem Überdenken anbieten. Ausgangspunkt der Arbeit ist der Bau einer provisorischen Moschee durch die österreichisch-ungarische Armee im Jahr 1917 in Log pod Mangartom, nahe der nordwestlichen Grenze Sloweniens. Die Moschee wurde für bosnische muslimische Soldaten gebaut, die während des Ersten Weltkriegs an der Isonzo-Front kämpften, und diente als Teil der militärischen Infrastruktur des Reiches, in dem Religion im Dienste der Politik, Propaganda und Macht mobilisiert wurde. Nach dem Krieg verschwand die Moschee und nur ein paar Fotos zeugen von ihrer Existenz. Doch vor Kurzem wurden wurde die Moschee bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt und 2025 als Kulturerbe registriert. Mit „Soundtrack for an Invisible House“ möchte der slowenische Pavillon einen kontemplativen Raum bieten, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet und drängende Fragen nach den Verflechtungen von Religion, Macht und Konflikt in der heutigen Welt aufwirft.