Kunstforum-Gespräche , 2016

Es geht um Co-Kreation

Alya Sebti, Direktorin der ifa-Galerie Berlin im Gespräch mit Susanne Boecker

Seit April 2016 ist Alya Sebti Direktorin der ifa-Galerie in Berlin. Im Zentrum der Arbeit der in Marokko geborenen Kuratorin stehen Begegnung, Austausch und Vernetzung. Ob sie in Marrakesch oder Mons, in Florenz oder Berlin kuratiert: Immer geht es ihr um den offenen Diskurs, um Kooperation und Co-Kreation. 2014 kuratierte Alya Sebti die 5. Marrakesch Biennale „Where are we now?“, 2015 konzipierte sie für die ifa-Galerie eine Ausstellung als Treffpunkt. Susanne Boecker sprach mit der Kuratorin über die Kunstszene Marokkos, die Marrakesch Biennale und über ihre Pläne für die ifa-Galerie in Berlin.

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Susanne Boecker: Alya, Du wurdest in Marokko geboren, in Frankreich ausgebildet und lebst und arbeitest jetzt in Deutschland. Auch viele marokkanische Künstler haben ihr Heimatland verlassen, um im Ausland zu arbeiten. Ein typischer Werdegang?

Alya Sebti: Ich weiß nicht, ob es eine typische Karriere ist. Ich kann über die marokkanischen Künstler sprechen, die ihr Land verlassen haben, um im Ausland zu arbeiten. Das hat mit dem Ausbildungsangebot zu tun: Es gibt in Marokko nur zwei Schulen für bildende Kunst, eine in Casablanca und eine in Tétouan im Norden Marokkos. Außerdem noch eine private Schule, die auf Film spezialisiert ist. Dabei ist die Qualität des Institut National des Beaux Arts in Tétouan extrem gut, aber die Räumlichkeiten und das inhaltliche Angebot sind sehr begrenzt.

Was meinen Hintergrund betrifft: Ich wurde in Marokko geboren und bin dort zur Schule gegangen. Mit achtzehn, nach meinem Abitur, habe ich – wie viele…

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von Susanne Boecker

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