Titel: Get involved! , 2016

Ulf Aminde

Grenzerfahrungen

Der Video- und Performancekünstler Ulf Aminde arbeitet in seinen konzeptionellen Projekten immer wieder mit sozialen Subkulturen, mit vermeintlich „Anteillosen“ zusammen und im Gegeneinander. Interaktivität erweist sich dabei zwangsläufig als problematische Strategie: Ersetzt die Teilhabe an Kunstproduktionen die Teilhabe am „richtigen Leben“? Aminde wurde 1969 in Stuttgart geboren und lebt und arbeitet in Berlin. Bis 2004 war er Meisterschüler von Lothar Baumgarten an der Universität der Künste, Berlin, (UdK), 2014 erhält er eine Professur an der Berliner Kunsthochschule Weissensee. Amindes Arbeiten waren in zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, so 2012 im Sprengel Museum, Hannover, 2013 im KW Institute for Contemporary Art, Berlin, der Galerie Tanja Wagner, Berlin, und dem Museum of Contemporary Art Taipei sowie 2014 in der Julia Stoschek Collection, Düsseldorf sowie dem Museum Krefeld.
www.ulfaminde.com

Raimar Stange: Sie arbeiten in Ihren Performances und Videoarbeiten immer wieder gemeinsam mit anderen Menschen. Was interessiert Sie an Partizipation und Kooperation?

Ulf Aminde: Die Verweigerung der „Anderen“ an Partizipation und Kooperation. Auch Streit. Aber dann: Versuche der Intensität. Rummachen. Gemeinsame Raubzüge. Das Verhandeln und der Angriff auf das ‚Wir‘. Denn für mich gibt es als Ausgangspunkt keine eindeutigen Begriffe, um so etwas wie Zusammenarbeit innerhalb ästhetischer Produktion endgültig beschreibbar zu machen. Es prallen schnell mehrere Bezugssysteme aufeinander: Die Repräsentation einer Kollaboration trifft auf die gemeinsame Arbeit an sich. Die Rolle des Zuschauers trifft auf die der Teilnehmer, dann die Frage, wer Autor oder Initiator sei, und wer Darsteller. Und wer will hier in Wirklichkeit was, und warum? Die Diskurse des Performativen…

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von Raimar Stange

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