Gespräche mit Künstlern , 2006

Heinz-Norbert Jocks

Heil zu dir Selbst

Ein Gespräch mit Yoko Ono

Der Name von Yoko Ono, inzwischen 73 Jahre alt, ist so eng mit dem von John Lennon verbunden, dass einen sofort die Bilder aus der Erinnerung anspringen. Wer erinnert nicht sogleich das Bild von Yoko Ono mit langen schwarzen Haaren, liegend im Bett und mit Apfel in der Hand, und neben ihrem Bett, besser unter ihr John Lennon, beide vor sich hinschauend. Oder das Bild von einem John, der sie so schützend wie zärtlich in seinen Armen hält, umringt von Polizisten in London. Oder beide nackt als Liebespaar, mal von vorne, mal von hinten. All diese Ikonenbilder haben sich so ins Gedächtnis eingebrannt, dass man darüber vergisst, dass diese Frau, die so jung geblieben ist, nicht nur die Musik revolutioniert hat, sondern auch die Performance, den Film und die bildende Kunst. Mit ihr traf sich Heinz-Norbert Jocks in einem Restaurant, nicht weit entfernt vom Metropolitain Museum in New York. Dass sie immer noch so jugendlich wirkt, erklärte sie vor Monaten damit, dass sie immer noch aktiv und unterwegs sei. Durch ihre Aktionen im Namen der Menschenrechte wie der „Gleichstellung von Schwulen und Lesben“ fühlt sie sich nach wie vor John Lennon und seinem Geist verbunden. Ihre Sanftmut zeugt davon, dass sie lebt, was sie sagt. Und als ein so penetranter wie grobschlächtiger Tourist, der sie hinter den riesengroßen Sonnenbrillengläsern erkennt, ohne Rücksicht auf Verluste fotografieren will, als hätte er ein Objet trouvé vor sich, winkt sie höflich ab. Sie bleibt auch dann…

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von Heinz-Norbert Jocks

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