Martin Warnke
Têtê-à-têtê
» Es handelt sich um einen „Bildessay“ der seiner innersten Struktur nach wortlos ist. Sollte er nach Ihrer Meinung noch der Worte bedürfen, dann taugt er nichts undgehört nicht veröffentlicht. Sie sehen aber sogleich selbst, daß es unmöglich und auch unnötig ist, (da es einer Entmündigung des Lesers gleichkäme) den ganzen grimmigen Umfang dieses Dialoges verbal zu rekonstruieren. Lediglich die Überschrift, die der anonyme Meister dem Dialog gegeben hat (und der er Landschaft und Arme des Partners geopfert hat) könnte man übersetzen: „DAS BILD ALBRECHT DÜRERS IN SEINEM 32. LEBENSJAHR, 1503. ER STARB AM 6. APRIL 1523“. An den Daten ist fast alles falsch. Es ist übrigens nicht ausgeschlossen, daß dem Dialog eine Identifikation zugrunde liegt, daß es sich also um ein Selbst-bildnis des anonymen Meisters handelt«
Zitat aus einem Brief an die Redaktion
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