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Titel: Afrika - Iwalewa · S. 316 - 317
Titel: Afrika - Iwalewa , 1993

Twins Seven Seven

Kaum einem anderen westafrikanischen Künstler ist es gelungen, so überzeugend und erfolgreich wie Twins Seven Seven (Taiwo Olaniyi) Bilder aus der Mythologie und Geschichte lebendig in die Gegenwart zu holen. Den Betrachter seiner Höllenhunde, Fabelwesen und Krötentiere zieht er in den undurchdringlichen Busch der Geister, von dem die Alten den Kindern erzählten: „Wir hatten unsere Mythen, unsere Geschichten. Unsere Väter sassen unter einem Baum und luden die ganze Verwandtschaft ein. Alle sangen und klatschten dazu, und wir Kinder lauschten ihnen.“ Twins Seven Seven gibt den Erzählungen aus seiner Kindheit Form und Gestalt, er zeichnet die Seelenlandschaften seiner Ahnen – ein Universum, in dem auch er seinen Platz hat: „Nur die Bilder, in denen ich aus der Geschichte und Mythologie der Yoruba schöpfe, sind meine wirklichen Bilder, in denen ich mich wiederfinde.“ Es ist das Verdienst von Ulli und Georgina Beier, die 1964 in der westnigerianischen Stadt Oshogbo für jedermann offene Mal- und Zeichenworkshops initiierten, welche auch von Twins Seven Seven besucht wurden. Hier ermunterten ihn die Beiers nicht nur zu tanzen und zu trommeln, sondern auch, zu malen (vgl. den ausführlichen Beitrag von Ulli Beier über Twins Seven Seven in diesem Band).

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