Titel: 53. Biennale Venedig , 2009

53. BIENNALE VENEDIG: Länderpavillons

Australien: Shaun Gladwell – MADDESTMAXIMVS

Kurator:Doug Hall AM

Shaun Gladwell – „MADDESTMAXIMVS“

Auch wenn sein Auftritt recht martialisch wirkt: Nein, bei dem ganz in schwarze Motorradkluft gekleideten Mann, der wahlweise mit Motorrad oder Pick-Up über staubige Straßen im australischen Hinterland fährt, handelt es sich nicht um Ex-Polizist Max Rockatansky auf Rachefeldzug. Wenngleich die Assoziation natürlich durchaus gewollt ist. Shaun Gladwell exponiert sich in seinem Beitrag für den australischen Pavillon als „MADDESTMAXIMVS“, als verrücktester und größter Madmax überhaupt. Die Ausstellung besteht aus einer Vielzahl verschiedener Beiträge – Film, Installation, Objekt – die sich zu einem nicht unbedingt kohärenten, aber auf jeden Fall eindringlichen Ganzen formieren. Ausgangs- beziehungsweise Referenzpunkte sind die Dürre-Gemälde des australischen Malers Sidney Nolan und George Miller’s „Mad Max“ Filmtriologie, zentrale Themen das australische Hinterland, physische Bewegung, Tod, Natur und Kunst. Vor dem Gebäude aufgestellt ist ein (funktionstüchtiger) Nachbau des berühmten V8 Interceptor – ein Ford Falcon XB GT Coupe – mit dem Mad Max im Film durch die Landschaft raste. In dem Video „Interceptor Surf Sequence“ fährt der Wagen eine schnurgerade, staubige Straße entlang, direkt hinein in ein sich am Horizont abzeichnendes Unwetter. Während der Fahrt windet sich eine schwarz gekleidete Gestalt im Zeitlupentempo aus dem Seitenfenster, steigt auf das Wagendach und bleibt dort aufrecht stehen.
Shaun Gladwell ist bekannt für seine körperbetonten Arbeiten, in denen er Skateboard-, Breakdance- und BMX-Bike-Elemente mit Genres der bildenden Kunst verbindet. Um kreisförmige Bewegungen in verschiedenen Disziplinen geht es in der Videoarbeit „Centred Pataphysical Suite“. In der Videoserie „Apology to Roadkill“ tritt…

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von Susanne Boecker

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