Titel: Denken 3000 , 2008

Denken 3000

Wolfgang Welsch

Das öffentliche Interesse an der Philosophie hat nie genuin philosophische Gründe.

Ein Gespräch mit Sven Drühl

Wolfgang Welsch gehört zu den wichtigsten deutschen Philosophen der Gegenwart. Er hat durch seine Aufsatzsammlung Ästhetisches Denken maßgeblich die Postmoderne-Debatte mitbestimmt und auch die Auseinandersetzung mit der Ästhetik vorangetrieben. Schon in seiner Dissertationsschrift setzte er sich mit bildender Kunst auseinander (Frottage bei Max Ernst), es folgte die Habilitation zum Thema Aisthesis. Seine Publikation „Unsere postmoderne Moderne“ gilt auch heute noch (in 6. Auflage) als Standartwerk zur Postmoderne. Mit seinem Konzept der transversalen Vernunft hat er den Versuch unternommen, die Vernunft als Instanz einzuführen, die zwischen pluralen Rationalitäten vermittelt, um so der Vielfältigkeit der Gegenwart mit ihren Forderungen wie Anschlussfähigkeit, Polyperspektivität, Differenz, Konnektivität und Transversalität gerecht zu werden.

Wolfgang Welsch, geb. 1946 in Steinhausen, studierte an den Universitäten München und Würzburg Archäologie, Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie. Dissertation 1974 zu Max Ernsts Prinzip der Frottage. 1982 Habilitation zum Thema Aisthesis. 1988-1993 Professur für Philosophie an der Universität Bamberg. 1993-1998 Universität Magdeburg. Seit 1998/99 wirkt er als Professor für theoretische Philosophie an der Universität Jena.
Gastprofessuren 1987 an der Universität Erlangen und 1987/88 an der Freien Universität Berlin. 1992/93 und 1994/95 lehrte er an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Stanford University. 1998 war er an der Emory University in Atlanta, Georgia tätig und 2000/01 am Stanford Humanities Center. 1992 wurde Welsch mit dem Max-Planck-Forschungspreis ausgezeichnet. Die Forschungsschwerpunkte sind zur Zeit Epistemologie und Anthropologie, Philosophische Ästhetik und Kunsttheorie, Kulturphilosophie und die Philosophie der Gegenwart.

Sven Drühl: Die Diskurse um…

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