Titel: Denken 3000 , 2008

Denken 3000

Andreas Broeckmann

Jeder Orangensaft, den wir im Supermarkt kaufen, ist aufgeladen mit potenziellen globalen Problemen.

Ein Gespräch mit Verena Kuni

Andreas Broeckmann, geb. 1964, Kunstwissenschaftler und Kurator. Broeckmann studierte Kunstgeschichte, Soziologie und Medienwissenschaften in Bochum, Berlin und Norwich (GB), wo er 1995 mit einem Ph.D. über die Geschichte der Porträtfotografie abschloss (A Visual Economy of Individuals: The Use of Portrait Photography in the Nineteenth-Century Human Sciences). Im Anschluss war er bis 2000 als Projektmanager für das V2 Institute for the Unstable Media in Rotterdam tätig; von 2000 bis 2007 war er künstlerischer Leiter der transmediale Berlin, deren Entwicklung von einem „Medienkunstfestival“ zu einem „Festival für Kunst und digitale Kultur“ er entscheidende Impulse gab. Parallel dazu arbeitet er nach wie vor an und in weiteren Projekten im Bereich der Medienkultur, u. a. als Mitglied des Berliner Vereins zur Pflege der Medienkultur mikro e.V. und der Initiative European Cultural Backbone, als Mitbegründer und langjähriger Ko-Moderator der Mailinglisten Syndicate, rohrpost und SPECTRE sowie als Ausstellungskurator. Von 2005 an baute er außerdem als einer von drei künstlerischen Leitern das TESLA Berlin im Podewil zu einem interdisziplinär orientierten Ort für die Produktion und Vermittlung künstlerischer Arbeiten im Bereich elektronische Medien auf.

Verena Kuni: Was sind aus Deiner Sicht die wichtigsten Themenkomplexe, mit denen man sich im 21.Jahrhundert theoretisch und praktisch befassen sollte – aktuell, aber auch perspektivisch?

Andreas Broeckmann: Wir leben in einer Welt, in der uns die ganze Komplexität unseres eigenen Handelns, wie auch die Verquickungen der unterschiedlichsten politischen, ökonomischen, ökologischen und sonstigen Phänomene ständig vor Augen geführt…

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