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Titel: Documenta11 · von Thomas Wulffen · S. 338 - 361
Titel: Documenta11 , 2002
ORANGERIE

Ken Lum (geboren 1956 in Vancouver, Kanada, lebt in Vancouver). Das Spiegelkabinett war zu Anfang des vorigen Jahrhunderts ein Anziehungspunkt auf den Jahrmärkten der damaligen Zeit. In diesen ,Selbstbegegnungsstätten’ mag sich das entstehende Bürgertum auch ein Bild ihrer selbst gegeben haben und sei es im Zerrspiegel. Ken Lum nimmt in seinem Spiegelkabinett ,Mirror Maze’ in der Karlsaue Bezug auf diesen Hintergrund. Aber schon in früheren Spiegelarbeiten hat der Künstler den Spiegel als Instrument der Subjektkonstitution verstanden: “Ich bin da, wo ich nicht bin, eine Art von Schatten, der mich mit meiner eigene Sichtbarkeit ausstattet, die mir zeigt, wo ich abwesend bin. Aber der Spiegel schickt mich zurück in den Raum, den ich tatsächlich einnehme.” Seine Spiegelstücke werden erweitert durch an den Rand angeheftete Fotos, die das eigene Bild durch andere persönliche Bilder anderer Individuen ergänzen. Die vom Künstler hinzugefügten, anonymen Familienphotos schaffen eine weitere Bedeutungsebene,…

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