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Gespräche mit Galeristen · von Heinz-Norbert Jocks · S. 402 - 404
Gespräche mit Galeristen , 1994

»Einseitig muß man sein, damit etwas weitergeht«

Heinz-Norbert Jocks sprach mit Konrad Fischer

Konrad Fischer, 1939 in Düsseldorf geboren, studierte an der Düsseldorfer Akademie bei Goller und K.O. Götz, bevor er 1967, also vor mehr als 25 Jahren, seine erste Galerie gründete. Als Wegbegleiter von Minimal- und Concept-art, der er war und ist, erlangte er Weltruf. Zu seinen Favoriten gehören, um nur einige zu nennen: Carl Andre, Lothar Baumgarten, Daniel Buren, Alan Charlton, Tony Cragg, Harald Klingelhöller, Jannis Kounellis, Sol LeWitt, Richard Long, Wolfgang Laib, Gerhard Merz, Bruce Nauman, Gerhard Richter, Robert Ryman oder Thomas Schütte.

*

H.-N. J.: Hat sich in Ihrer Haltung gegenüber dem, was Sie sich als Galerist vor 25 Jahren vorstellten, etwas verändert?

K. F.: Nichts hat sich verändert. Es ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich war als Künstler auch nicht ganz unerfolgreich, und irgendwann sagte dann ein Kunsthändler zu mir: „Mein Gott, Konrad, du könntest doch eine Galerie aufmachen, du hilfst mir doch immer schon beim Hängen.“ Da habe ich gedacht, eigentlich wäre es besser, statt nur ein kleiner Künstler in Düsseldorf zu sein, große hierher zu holen. Vielleicht bringt das uns alle noch weiter! Mit Carl Andre, der direkt aus Amerika kam, begann ich meine Galeriearbeit, von der ich nicht weiß, ob sie für Düsseldorf viel gebracht hat, aber für Europa. Man darf das nicht so lokal sehen.

Davon ausgehend, daß Sie Künstler waren, die Frage: Ist das, was Sie ausstellen, so etwas wie die Verlängerung dessen, was Sie selbst mit Kunst intendierten?

Nee, komischerweise habe ich genau…

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von Heinz-Norbert Jocks

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