Ausstellungen: Berlin , 2009

Peter Funken

Johannes Albers

»Das Finale«

Schinkel Pavillon – Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst
19.6. – 1.8.2009

Mitten im historischen Zentrum Berlins liegt im Garten hinter dem Kronprinzenpalais der Schinkel Pavillon – ein zweigeschossiger, achteckiger Bau, dessen rundum verglaster Innenraum einen Panoramablick eröffnet auf die Friedrichswerdersche Kirche, den Fernsehturm und die ehemalige Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel, die zur Zeit rekonstruiert wird. Der Pavillon ist eine Neuschöpfung aus dem Jahr 1969. Als Beitrag zur DDR-Moderne weist er einen architektonischen Stilmix von Klassizismus und Moderne auf. Architekt war der frühere Bauhausmitarbeiter Richard Paulick, der auch für den Bau der Staatsoper und den Wiederaufbau des Kronprinzenpalais verantwortlich war. Der Pavillon, der in den zwei oberen Etagen für staatliche Empfänge genutzt wurde, ist seit 2007 ein Ort der Kunst, denn hier – so seine Gründer und Kuratoren Stefan Landwehr und Alexander Schröder – sollen „Positionen herausragender internationaler Künstler im Bereich der zeitgenössischen Skulptur“ ausgestellt werden. Seit Beginn waren es Sylvie Fleury, Olaf Metzel, Manfred Pernice, Marcel Odenbach, um nur einige Namen zu nennen, und nun Johannes Albers (*1966) mit seiner Installation „Das Finale“. Dies ist eine Arbeit, bei der sich Schönheit und kritischer Gedanke, mediale Einfachheit und literarische Vorstellungen begegnen. Die im oktogonalen Raum ausgerichtete Installation funktioniert perfekt. Vom ersten Moment an steht man in einem Spannungsfeld zwischen sechs regelmäßig aufgestellten Vitrinen und vor einem großen Aktenregal mit 300 Aktenordnern. Es ist fast so, als würde man in einer Parkallee auf ein besonderes Gebäude – vielleicht ein Schloss – zuschreiten. Aufgrund der Beschriftung der vielen Aktenrücken kann man…

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