Ausstellungen: Los Angeles · von Frank-Alexander Hettig · S. 403
Ausstellungen: Los Angeles , 2006

Frank-Alexander Hettig

Painting in Tongues

Painting in Tongues
»Kai Althoff, Gillian Carnegie, Mark Grotjahn, Lucy McKenzie, Rodney McMillian, Ivan Morley, Anselm Reyle«

The Museum of Contemporary Art, Los Angeles, 29.1.-17.4.2006

Künstler können und werden immer in Kategorien eingeteilt und wenn einige ihrer Arbeiten aus diesem Rahmen fallen, werden sie oft als Entgleisung, Teil eines Suchprozesses oder selbst als irrelevant angesehen. Diese Ausstellung sollte zeigen, dass Künstler mit unterschiedlichen ‚Zungen‘ sprechen können und gleichzeitig und parallel an und in verschiedenen Werkphasen und Interpretationen arbeiten können. Inkonsistenz und Stilbruch wurde auch vielen Künstler wie Francis Picabia vorgeworfen und sehr oft wurden auch einige seiner künstlerischen Schaffensperioden totgeschwiegen oder vollständig ignoriert. Der Mangel an Kohärenz und Missachtung des doktrinären Modernismus warf man ihm vor. Deutlichkeit und Klarheit eines handschriftlichen Stils wurde als Einheitswert angesehen. Aber gerade der Pluralismus und die Rebellion gegen die erkennbare ‚Hand‘ sollte in dieser Ausstellung gezeigt werden. Die Arbeiten der sieben ausgewählten jungen Künstler in dieser Ausstellung scheinen inkonsistent zu sein da sie unterschiedliche Stile, Methoden, Quellen und Materialien verwenden und oft ist man sich nicht sicher, ob die gezeigten Arbeiten wirklich von ein und demselben Künstler stammen.

Stilistische Kontinuität kann man schon nicht in dem ersten Raum mit den Arbeiten von Mark Grotjahn erkennen. Figurative Gemälde hängen neben abstrakten Gemälden und Masken die aus montierten Pappschachteln, Toilettenpapierrollen und aufgeschmierter Farbe zusammengesetzt wurden: der Künstler als maskierter und vermummter anonymer Sammler und Fabrizierender. Vielschichtige Denkanstösse, zahlreiche Assoziations- und Gedankenspielerei kann man in diesem Raum sehen. Obwohl man in einigen Arbeiten seinen Namen oder…

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