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Titel: Video-Special · S. 177 - 177
Titel: Video-Special , 1989

Dara Birnbaum
Rough Edits

Populär Image Video. Works 1977-1980

Hrsg. Bejamin H.D. Buchloh,
The Nova Scotia College of Art and
Design, Halifax, 1987.
ISBN 0-919616-29-1
130 S., zahlreiche sw-Abb., $ 15

Wie der Herausgeber im Vorwort verrät, sollte diese Monographie eigentlich schon 1980 erscheinen. Das dies erst acht Jahre später der Fall ist, liegt, laut Vorwort, vor allem an den “zahlreichen anderweitigen Verpflichtungen der Autorin und des Herausgebers”. Das Buch berücksichtigt “deshalb hauptsächlich die Arbeiten Dara Birnbaums bis 1980, nur die tabellarische Videographie und die Einleitung der Künstlerin in ihr Werk wurden neu gefaßt. Was zunächst als ein Manko erscheinen mag. erweist sich bei der Lektüre als durchaus sinnvoll. Ein wichtiger Akzent liegt auf der Einordnung des Werks in den historischen Kontext der Zeit seiner Entstehung – und dies gelingt aus der Distanz gewiß besser. Wie schnell historische Prozesse im Medienbereich stattfinden, belegt am deutlichsten Dara Birnbaums eigene Arbeit. Als sie 1978 an ihrem ersten für eine Ausstellung bestimmten Video-Band arbeitete, entschloß sie sich, hierfür ausschließlich TV-Material zu verwenden. Sie stieß damit in der Video-Szene auf wenig Verständnis, da für viele Video-Künstler das Fernsehen gerade das Feindbild der eigenen Arbeit war. Außerdem, berichtet sie, erwies es sich als technisch ausgesprochen schwierig, Sendungen aus dem täglichen Fernsehprogramm aufzuzeichnen. Heute, wo sich in fast jedem Haushalt ein Heimvideo-Recorder befindet, der auf Tastendruck jedes gewünschte Programm aufzeichnet, erscheint dies fast unvorstellbar. Mit den technischen und kommerziellen Veränderungen ändern sich in der Video-Kunst auch die ästhetischen Rahmenbedingungen. Dies wird vor allem in einer so gesellschaftspolitischen und medienbezogenen…


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