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Ausstellungen: München · S. 373 - 374
Ausstellungen: München , 1991

Heinz Schütz
Sieben Amerikanische Maler

Staatsgalerie Moderner Kunst München – 12.4. – 2.6.1991

Lange Zeit zeigte die Bayerische Staatsgalerie ein allenfalls gedämpftes Interesse an Gegenwartskunst. Seit einigen Jahren nun wird neuere Kunst – durchaus verdienstvoll – in Wechselausstellungen kontinuierlich gepflegt. Da das Museum jedoch über keinen spezifischen Raum für Wechselausstellungen verfügt, tendiert die Pflege der Gegenwart dazu, mit den Interessen der Sammlung zu kollidieren. Ein Palliativ hierfür könnte etwa die gezielte Interaktion zwischen Wechselausstellung und ständiger Sammlung sein. In „Sieben Amerikanische Maler“ allerdings wird ein Bezug zur kunsthistorischen „Topologie“, wie ihn etwa jüngere künstlerische Entwicklungen nahelegen und die den Blick entsprechend sensibilisierten, nicht gesucht. Vielmehr zerstreuen die Durchblicke und Übergänge von der Ausstellung zu den Räumen der Sammlung die Konzentration. Immer noch ungelöst – trotz verschiedener Umbauten – ist der Umgang mit dem monumentalen Mittelsaal der Troost-Architektur: Die in die Mitte des Raumes eingebaute Wand wirkt zwar als optische Bremse, doch statt sich mit der Architektur zu verbinden, erweckt sie den Eindruck einer Installation, die als Bildträger mißbraucht wird.

„Sieben Amerikanische Maler“ vereint Malerei, die als „New Image Painting“ diskutiert wird – ein Schlagwort, das sich an dem Titel einer 1978 vom Whitney Museum organisierten Ausstellung entzündete. An ihr beteiligten sich unter anderem auch Jennifer Bartlett, Neil Jenney und Susan Rothenberg, die nun gemeinsam mit Carroll Dunham, Eric Fischl, Elizabeth Murray und Terry Winters die Münchener Ausstellung bestreiten. Insofern das „New Image Painting“ im Schatten der europäischen Parallelbewegungen „Transavanguardia“ und „neuwilder“ Malerei stand, rückt die Ausstellung ein Phänomen, wenn auch mit Verspätung, ins…


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