Toleen Touq kuratiert MOMENTA Biennale d’art contemporain 2027

16. März 2026 · Biennalen
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Die MOMENTA Biennale d’art contemporain gibt die Ernennung von Toleen Touq zur Kuratorin ihrer 20. Ausgabe mit dem Titel „The Long Now“ bekannt. Die Biennale, die 2027 stattfindet, wird sich thematisch mit der Dauer beschäftigen, wobei Zeit sowohl Medium als auch Methode sein wird. Dabei sollen sich die Ausstellungen als ein Feld fortwährender Begegnungen entfalten, in denen sich Bedeutung allmählich herausbildet.

In der Ankündigung der Biennale „The Long Now“ heißt es: „Künstlerische Praxis wird als zeitlich und räumlich begriffen: Werke entwickeln sich durch Hinzufügungen, Überarbeitungen und Nachwirkungen weiter, anstatt im Moment der Ausstellung abgeschlossen zu sein. Kunstwerke driften, verwandeln sich und offenbaren sich. Projekte werden nicht als feste Denkmäler konzipiert, sondern als Arrangements – Partituren, Protokolle, Lebenssituationen –, die mit ihrem Publikum Gestalt annehmen.“ Zudem wird ausgeführt: „Ausgehend von der Erkenntnis, dass Zeit eher qualitativ als sequenziell erlebt wird, wendet sich die Biennale vom linearen Fortschreiten hin zu einem serpentinenartigen und relationalen Denken. Sie untersucht, wie eine Biennale eher als zeitliches Feld, denn als punktuelles Ereignis funktionieren könnte – indem sie Praktiken und Menschen zusammenbringt, Bedeutungen entstehen lässt und gelebte Subjektivität anerkennt.“ Nach eigenen Aussagen versucht die kommende MOMENTA Biennale Bedingungen für eine nachhaltige Beziehung zwischen Kunstwerken und Publikum zu schaffen.

Toleen Touq ist Kuratorin und Pädagogin und arbeitet zwischen Amman in Jordanien, und Toronto in Kanada. Von 2018 bis 2022 war sie künstlerische Leiterin von SAVAC, einem nomadischen, von Künstler*innen geführten Zentrum in Toronto, wo sie zahlreiche Ausstellungen kuratierte und die pädagogische und Forschungsplattform „Missed Connections“ sowie die Initiative für Ernährungssouveränität „Ishtar’s International Network of Feral Gardens“ ins Leben rief. Sie ist Mitbegründerin und Direktorin von „Spring Sessions“ (2014–fortlaufend), einem Programm für Kunstresidenzen und kollektives Studium, das normalerweise in Amman stattfindet und dessen letzte Ausgabe im Wonder Cabinet in Bethlehem (2025) stattfand.
Toleen Touq hat einen MA in Kulturwissenschaften von der Queen’s University, wo sie sich in ihrer Forschung mit dem Potenzial von Künstlerresidenzen und Begegnungsstätten für die Schaffung relationaler, autonomer Zeitlichkeiten befasste.

Dazu in Band 150 erschienen:

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