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Nachrichtenforum: Aktionen, Pläne & Projekte · S. 344
Nachrichtenforum: Aktionen, Pläne & Projekte , 1989

Im Februar und Oktober nächsten Jahres werden sich 15 Museumsleiter aus der ganzen BRD zu einem ManagementColloquium im Museum für Neue Kunst, Freiburg, einfinden. In Rollenspielen und unter Anwendung psychologischer Erarbeitungstechniken sollen die Teilnehmer hier lernen, sich in Verwaltungs- und Personalfragen, in Verhandlungssituationen und Führungsfragen richtig zu verhalten, ein richtiges Gefühl für wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit zu entwickeln und ihre Arbeit zu rationalisieren und zu strukturieren. Die Leitung des Colloquiums übernimmt Jochen Ludwig, Leiter des Museums für Neue Kunst in Freiburg. Er kam aus eigener Erfahrung zu der Erkenntnis, daß die wissenschaftliche Ausbildung von Kunsthistorikern und die dazugehörenden Volontariate für die Leitung eines Museums nicht ausreichen. „Mangelnde Effizienz, Reibungsverluste in der täglichen Arbeit, fehlende langfristige Planung, Konflikte im Umgang mit Kollegen oder Mitarbeitern und nicht zuletzt Nachteile in Verhandlungssituationen sind die Folge.“ Hieran, so Ludwigs Überzeugung, kann sich nur etwas ändern, wenn auch Museumsleiter künftig professionelle Management.

Als Klaus Staeck im August sein Plakat „Hoch Höher Hoechst -Führend in Sachen Ozonzerstörung“ in Frankfurt und Göttingen anschlagen ließ, konterte die Hoechst AG den harten Vorwurf nur mit einer lauen Presseerklärung. Kern des Textes: Das Problem der Spraydosen sei längst gelöst. Einen Prozeß vermied Hoechst aus naheliegenden Gründen, obwohl der Vertreter des Öffentlichkeitschefs die Plakataussage für „eine infame Unterstellung“ hielt.

Für Greenpeace hat Staeck ein neues Motiv gegen die Hoechst AG und Kali-Chemie entworfen, das auf Plakaten, Postkarten und Flugblättern in einer bundesweiten Aktion gegen die Ozon-Killer-Produzenten eingesetzt wird.

Anläßlich des Welt-Klima-Kongresses Climate and Development am 7.11.88 wurde das Plakat an alle Litfaßsäulen in Hamburg und Frankfurt…

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