Ausstellungen: Wien , 2010

Ursula Maria Probst

Bilder über Bilder

»Malerei von Albers bis Zobernig«

MUMOK, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, 26.3. – 27.6.2010

Der in den vergangenen Jahren vernachlässigte Malereidiskurs erfährt derzeit wieder einen Aufschwung. Die Ausstellung „Bilder über Bilder. Diskursive Malerei von Albers bis Zobernig“ mit Werken aus der Daimler Kunst Sammlung plädiert für eine aktualisierte auf historischen Kenntnissen basierende Auseinandersetzung. Klassikern von Josef Albers, Oskar Schlemmer, Jean Arp oder Georges Vantongerloo sind Werke und Werkgruppen von den 1960er bis 1990er Jahre gegenübergestellt, die von John M Armleder, Daniel Buren, Andre Cadere über Rupprecht Geiger, Donald Judd, John McLaughlin bis Francois Morellet reichen. Ergänzt werden diese durch aktuelle Positionen von Eva Berendes, Ulrike Flaig, Sarah Morris, Julian Opie oder Katja Strunz. Bereits die Hängung der Bilder und Objekte, die nicht als Reihung, sondern als beziehungsreiche Ensembles die Wände und den Ausstellungsraum füllen, laden zum Einstieg in ein installatives Setting ein.

Wir treffen auf dicht arrangierte Themenfelder: Bauhaus und De Stijl, Hard Edge, New Color School USA, Konstruktive und Konkrete Tendenzen, Europäische Zero Avantgarde, Minimalismus und Designaspekte, Neo Geo und aktuelle Werke abstrakt-geometrischer, minimalistischer Kunst lassen diskursive Verschränkungen individueller Formvorstellungen und Inhalte erkennen. Das Vorhaben Kunstgeschichte nicht als progressive Abfolge von Stilentwicklungen zu betrachten, sondern in argumentativ durchdachten Zusammenschlüssen markante Übergangsformen herauszuarbeiten, löst sich von der Selbstreflexion modernistischer Eingrenzungen. Dem Bild „Between 2 Scarlets“ (1962) des Bauhauslehrers Josef Albers, der 1933 in die USA emigrierte und einflussreich am legendären Black Mountain College unterrichtete, wird eine etwas provokante Entgegnung von Olivier Mosset gegenübergestellt. Olivier Mosset lädt in „Untitled“…

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von Ursula Maria Probst

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