Titel: Documenta IX , 1992

Der Künstler, die Länder

Sechs Künstler werden vorgestellt, die Jan Hoet für die DOCUMENTA IX ausgewählt hat. So unterschiedlich ihre Arbeiten sind, so beispielhaft ist ihr Werk. Die kleinen Porträts von Bruce Nauman, Louise Bourgeois, Francis Bacon, von Ilya Kabakov sowie des jungen Amerikaners Matthew Barney und des jungen Russen Constantin Zvezdochotov können das Spektrum der künstlerischen Persönlichkeiten nur andeuten. Ebenso ist es bei den Länderkapiteln, die nur Schlaglichter auf sechs Länder werfen können, aus denen die Kunst dieser documenta stammt. Für die Akzentuierung Deutschlands, der USA – die von Martin Kunz (New York und Basel) und Peter Frank (Los Angeles und New York) aus zwei Blickwinkeln betrachtet werden – und Belgiens war ein Satz von Jan Hoet ausschlaggebend: »Deutschland, die USA, Belgien – vor allem die Kunst dieser Länder, so meine ich, betrachtet am stärksten den Platz des Individuums in der Gesellschaft. In diesen drei Ländern auch hat der Künstler meist ein geschärftes Bewußtsein für die Symptome in dieser Welt.« Aus Frankreich holte Hoet wenige Künstler, aber solche, deren Arbeiten für die dortige Kunstszene kennzeichnend sind, eine Szene, die reicher ist als hier vermutet, wie der Artikel von Mona Thomas zeigt. Die Spur, die Italiens arte povera durch viele documenta-Veranstaltungen zieht, ist eine kleine Rezeptionsgeschichte – von Lutz Windhöfel – wert. Und über das »unbekannte« Südamerika, dem Jan Hoet einige Präsentationsmöglichkeiten in Kassel gibt, berichtet Nikolaus A. Nessler.

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