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Titel: Afrika - Iwalewa · von Claudia Savelsberg · S. 304 - 305
Titel: Afrika - Iwalewa , 1993

Ibrahim El Sahali

Die Bilder, die aus dem Unbekannten zu dir kommen, nur einen kleinen Augenblick zu sehen sind, müssen mit den Dingen verbunden werden, die man gelernt hat, die man sieht und fühlt. Dann entsteht ein Kunstwerk.
Ibrahim el Sahali

Ibrahim el Salahi wurde im Sudan geboren; in einem Land, das – beeinflusst von afrikanischer und arabischer Kultur – nach seiner eigenen Identität sucht; zu einer Zeit, da die Lehrer dem jungen Salahi, Sohn eines Koranlehrers, das Zeichnen noch untersagten, denn, so die Überzeugung, Gott hatte den Menschen geschaffen, und seine Schöpfung war vollkommen. Mit unvollkommenen Bildern sollte man seine Schöpfung nicht verderben. Und doch studierte Salahi, der sich seit frühester Kindheit mit Kalligraphie beschäftigt hat, Kunst und Design. Zuerst in Khartoum (1948-51), dann an der Slade School of Art in London (1954-57). Salahi erinnert sich: „In London liebte ich das British Museum. Ich verbrachte viel Zeit in der Bibliothek, wo ich mich mit alten Manuskripten befasste. Mich interessierte der Ursprung der geschriebenen Buchstaben, ihre Struktur und ihre Bedeutung. Ich befasste mich sogar mit Hieroglyphen.“ In sein Heimatland Sudan zurückgekehrt, „vergass“ er alles, was er in England gelernt hatte, „vergass“ die Technik der Malerei. „Ich sagte mich von dem los, was ich gelernt hatte, um mich auf das zu konzentrieren, was ich schon immer besessen hatte, ohne es zu beachten. Ich wollte meinen Geist ganz für meine Tradition empfänglich machen; ich wollte mich nicht ablenken lassen, indem ich dies oder jenes von aussen hineintrug.“ Salahi ging in die Wüste, um zu meditieren,…

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von Claudia Savelsberg

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