Titel: dOCUMENTA (13) · von Heinz-Norbert Jocks · S. 312
Titel: dOCUMENTA (13) , 2012

Llyn Foulkes

Ist wer da, der mich noch hört?

Ein Gespräch von Heinz-Norbert Jocks

Llyn Foulkes, geboren 1934 in Yakima, Washington, lebt und arbeitet als bildender Künstler und Musiker in Los Angeles. Bereits während seines Studiums am Chouinard Art Institute im kaliforinischen Valencia stellte er 1959 in der Ferus Galleryin Los Angeles aus. Dort fand 1961 auch seine erste Einzelausstellung statt. Heinz-Norbert Jocks traf ihn zum Gespräch.

***

Heinz-Norbert Jocks: Herr Foulkes, Sie präsentieren sich hier auf der Documenta als Maler und Musiker. Was für eine Beziehung haben Sie zur Malerei?

LLYN FOULKES: In meinem Leben habe ich auf recht unterschiedliche Weise gemalt. Ganz zu Beginn machte ich Dreidimensionales. Dann wurde ich Teil der Kunstszene und fing mit flachen Dingen an. Damit hörte ich 1969 auf. Ein Jahr später kehrte ich zurück zu meinen dimensionalen Gemälden. Obwohl es sich dabei um Dreidimensionales handelt, sind es für mich dennoch Gemälde. Ich verwende einfach verschiedene Materialien wie Polsterstoffe und Stoffreste, damit ich die Dinge, die ich darstellen will, da hineinmeißeln kann. Meine Idee von Malerei ist, den Raum so tief wie möglich zu gestalten. So wirkt das Licht, als käme es aus dem Innern des Bildes, statt von außerhalb. Ich gehe in das Gemälde hinein und wieder aus ihm heraus und ändere wieder hier und da etwas. Die Dinge, die sich vorne befinden, erscheinen so, als wären sie mehr im Hintergrund als die Dinge weiter hinten. Wenn ich das, was ich darstellen will, heraushole, benutze ich das auf dem Boden fallende Zeug wieder und stecke es wieder…

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